Anzeige
Anzeige
10. August 2009, 00:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

MLP verkauft Österreichgeschäft – Aragon in Kauflaune

Der Wieslocher Finanzdienstleister MLP verkauft seine österreichische Geschäftseinheit an Aragon, Wiesbaden. Weitergeführt wird die Einheit von der bestehenden Österreich-Tochter Jung, DMS & Cie. GmbH, Wien, eine 100-prozentige Tochter der Aragon, wie ein Unternehmenssprecher gegenüber cash-online bestätigte. Zum Kaufpreis wolle sich der Konzern derzeit nicht äußern.

Daneben stampft MLP zum 30. September 2009 auch das Geschäft in den Niederlanden ein.

Die Österreich-Transaktion soll im Herbst dieses Jahres stattfinden – der Deal muss von der Kartellbehörde und der Finanzmarktaufsicht noch genehmigt werden.

MLP will sich deutschen Markt konzentrieren

Seit 1995 hat MLP eine Geschäftseinheit in Österreich, die mit 59 Beratern mehr als 15.000 Kunden beraten. Die Geschäftseinheiten sowohl in Österreich als auch in den Niederlanden haben zuletzt zusammen weniger als zwei Prozent des Gesamtumsatzes der MLP ausgemacht.

“Mit diesen Schritten konzentrieren wir uns künftig in unserem Privatkundengeschäft auf den Kernmarkt Deutschland, treiben aber bei unserem Vermögensverwalter Feri die weitere Internationalisierung gezielt voran”, sagt Dr. Uwe Schroeder-Wildberg, Vorstandsvorsitzender von MLP.

Aragon kräftig in Kauflaune

Dagegen zeigt sich Aragon weiter in Kauflaune. Zuletzt hatte das Unternehmen eine Kapitalerhöhung durchgeführt, um weitere Liquidität für Zukäufe zu schaffen (cash-online berichtete hier). “Dies wird unsere dritte Transaktion in diesem Jahr und es wird höchstwahrscheinlich nicht unsere letzte sein”, sagt Wulf Ulrich Schütz, Aragon-Vorstand.

Die Kasse für weitere Akquisitionen sei gut gefüllt und man wolle weitere Zukäufe realisieren, teilen die Wiesbadener weiter mit.

Marktanteile ausbauen

In diesem Jahr sind bereits mit den Anbindungen der Vermittler der Axa-Tochter DBV Vermittlungsgesellschaft für Versicherungen und Vermögensbildung (DVV) (cash-online berichtete hier) sowie der IBM Vermögensverwaltung (cash-online berichtete hier) Transaktionen getätigt worden.

“Unser Ziel ist es, die gegenwärtige Marktphase dazu zu nutzen, sowohl im Maklerpoolgeschäft als auch im Bereich Financial Consulting deutliche Marktanteile vor allem in Deutschland und Österreich zu gewinnen und unsere Profitabilität durch optimale Ausschöpfung unserer Konzernsynergien weiter zu steigern”, beschreibt Schütz das weitere Vorgehen. (ks)

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 6/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Berufsunfähigkeitsversicherung –Investitionen am Zweitmarkt –Personalplanung – Zweitmarkt

+ Heft im Heft: Cash.Special Investmentfonds

Ab dem 26. Mai im Handel erhältlich.

Cash.Special 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Best Ager – Rentenversicherungen – Riester-Rente – betriebliche Krankenversicherung


Ab dem 18. Mai im Handel erhältlich.

Versicherungen

Thomas Bischof neu im Vorstand der Württembergischen

Thomas Bischof, derzeit Leiter Konzernentwicklung bei Munich Re, übernimmt mit Wirkung zum 1. Juli die Verantwortung bei den Versicherungstochtergesellschaften der Wüstenrot & Württembergischen. Zudem ist nach Angaben des Unternehmens beabsichtigt, dass er im Laufe des Jahres 2018 zu deren Vorstandschef berufen und als Geschäftsfeldleiter Versicherungen ins Management Board der W&W-Gruppe einziehen wird.

mehr ...

Immobilien

Offener Immobilienfonds Hausinvest erwirbt Seattle-Zentrale von Facebook

Die Commerz Real hat den Büroneubau Dexter Station in Seattle im US-Bundesstaat Washington für ihren offenen Immobilienfonds Hausinvest erworben. Das Objekt ist mit einem Vertrag über zehn Jahre an Facebook vermietet.

mehr ...

Investmentfonds

Fed betritt mit Geldpolitik unbekanntes Terrain

Nach Jahren der lockeren Geldpolitik steht ein Epochenwechsel ins Haus. In den USA dürfte die Notenbank Fed in diesem Jahr mit der Verringerung ihrer Bilanzsumme beginnen und damit terra incognita betreten. Die Folgen für die Leitzinsentwicklung

mehr ...

Berater

Schenkungsvertrag: Rückforderungsrecht als Reißleine

Geschenktes darf man nicht zurückverlangen? Das sieht der Gesetzgeber bei Schenkungsverträgen im Rahmen einer Unternehmensnachfolge anders. Mit einer pfiffigen Vertragsgestaltung kann der Unternehmer jederzeit die “Reißleine” ziehen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Showdown im Poker um die Rickmers-Reederei

In einem 35 Seiten starken Papier begründet die Rickmers Holding AG, warum die Alternative zum Restrukturierungskonzept nur ein Insolvenzantrag ist und schließt Nachverhandlungen aus. Die Entscheidung fällt in der Gläubigerversammlung am 1. Juni.

mehr ...

Recht

Nachteile durch komplizierte Bauverträge

Richtet sich ein Bauvertrag nicht allein nach dem BGB sondern enthält zusätzlich Klauseln des VOB/B, wird er für Laien schnell unverständlich. Das Baufinanzierungsportal Baufi24 rät Bauherren zur Vorsicht.

mehr ...