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5. März 2010, 11:14
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Anlageverhalten: Cortal-Consors-Studie bestätigt Gender-Klischees

Beim Anlageverhalten unterscheiden sich die Geschlechter deutlich: Das zeigt eine aktuelle Analyse der Direktbank Cortal Consors. Demnach wagen die meisten Männer beim Ringen um Rendite erheblich mehr als Frauen, die eher Wertpapiere wie Anleihen oder defensivere Fonds bevorzugen.Gender-127x150 in Anlageverhalten: Cortal-Consors-Studie bestätigt Gender-KlischeesWährend beispielsweise knapp ein Zehntel des Depotvolumens der männlichen Cortal-Consors-Kunden in Zertifikate investiert ist, ignorieren die Kundinnen die nach der Lehman-Pleite verstärkt in die Diskussion geratene Anlageklasse völlig. Dafür ist beinahe ein Drittel des Geldes der Frauen in Fonds und Anleihen investiert, die allgemein als sicherer und transparenter gelten. Bei den Männern liegt dieser Anteil bei etwa 20 Prozent – rund 80 Prozent sind entsprechend in Aktien, Optionsscheinen und Zertifikaten angelegt.

“Aus unserer Anlageberatung wissen wir, dass Frauen viel risikosensibler als Männer investieren. Der Faktor Sicherheit spielt bei ihnen eine größere Rolle und muss bei der Justierung der individuellen Sparwünsche unbedingt berücksichtigt werden”, sagt Kai Friedrich, Deputy CEO von Cortal Consors Deutschland.

Ausgeprägtes Sicherheitsmotiv basiert auch auf Einkommensunterschieden

Für dieses erhöhte Sicherheitsbedürfnis seien aber nicht zwangsläufig geschlechts¬spezifische Eigenschaften, sondern vielmehr ökonomische Gründe maßgeblich, wie auch eine neue Studie des Deutschen Instituts für Wirtschafts¬forschung unterstreicht: Die Studie besagt, dass Männer im Schnitt über mehr Geld als Frauen verfügen und es deshalb risikoreicher anlegen. Nur 38 Prozent der Frauen, aber beinahe die Hälfte aller männlichen Sparer haben laut dieser Studie riskante Anlageprodukte im Portfolio.

Dieses unterschiedliche Anlageverhalten spiegelt sich auch in der Performance der Portfolios bei Cortal Consors wider. Männer, die wesentlich häufiger Wertpapiergeschäfte tätigen als Frauen, haben mit ihrer risiko- und tradingorientierten Investitionsstrategie naturgemäß Vorteile in Aufschwungphasen an den Börsen. Im Jahresvergleich war der Anteil der Männer, die  aktiv an der Börse gehandelt haben, doppelt so hoch wie bei den Frauen. So erzielten männliche Cortal-Consors-Kunden im vergangenen Jahr, als die Aktienmärkte weltweit boomten, eine Performance von durchschnittlich 27,4 Prozent. Die Depots der Frauen stiegen um 22,3 Prozent.

Diesem Renditevorsprung steht die wegen des erhöhten Risikos deutlich schlechtere Performance in schwierigen Börsenjahren gegenüber – im Krisenjahr 2008 waren Kundinnen mit ihren Portfolios den Männern überlegen. (hb)

Foto: Shutterstock

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