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22. Juni 2010, 10:52
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DVAG-Chef Pohl im Interview: “Ich kann nicht loslassen”

Der Sieger der Cash.-Vertriebshitliste, die DVAG, hat 2009 über eine Milliarde Umsatz geschrieben, jeden Tag sind 37.000 Berater für das Unternehmen unterwegs. Wie will man Umsatzzahlen und Berater halten? Gründer Professor Dr. Reinfried Pohl und seine Söhne im Interview.

2009 03 19 Dvag 01 in DVAG-Chef Pohl im Interview: Ich kann nicht loslassen

DVAG-Gründer Professor Reinfried Pohl mit seinen Söhnen Reinfried und Andreas

Cash.: Professor Pohl, Sie agieren mit der Deutschen Vermögensberatung (DVAG) seit 1975 am Markt. Wie lange wird Ihr Unternehmensmodell Allfinanz noch Bestand haben und wie viel Anpassung war in den letzten Jahren notwendig?

Pohl: Was die DVAG anbelangt, sehe ich uns erst am Anfang unserer Zukunft. Schließlich hat sich die von mir entwickelte Allfinanzkonzeption in den letzten Jahrzehnten zu einem wahren Erfolgsmodell entwickelt. Sie wurde vielfach nachgeahmt, gerade auch von Sparkassen und Volksbanken. Aber Gott sei Dank ist „kopieren“ nicht immer gleichbedeutend mit „kapieren“. Wer nicht das richtige Fingerspitzengefühl für das optimale Einstellen von Stellschrauben am Geschäftsmodell hat, wird zweitklassig bleiben oder ganz vom Markt verschwinden. Übrigens: Oft ist es besser, sich nicht jeder kurzfristigen Bewegung am Markt anzupassen, sondern lieber die Richtung vorzugeben. So kann man langfristig Kurs halten.

Cash.:Welche Rolle spielt der Allfinanzvertrieb in fünf Jahren?

Pohl: Strategisch betrachtet ist der Allfinanzvertrieb die optimale Lösung für die ganzheitliche Betreuung der Kunden bei ihren finanziellen Fragestellungen, heute genauso wie in fünf Jahren und auch danach. Denn immer mehr Menschen wünschen sich einen persönlichen Vermögensberater, der sie wie ein Hausarzt umfassend und nachhaltig betreut. Das wird angesichts der zunehmenden Sorge vor Altersarmut und eines für Laien kaum mehr durchschaubaren Dschungels von Produktangeboten immer wichtiger. Betriebswirtschaftlich gesehen wird es jedoch für viele Finanzvertriebe immer schwieriger, die gesetzlichen und institutionellen Anforderungen hierfür zu erfüllen. Da geht es auch um die Sicherstellung einer hohen Beratungsqualität, eines leis­tungsfähigen Berichtswesens und einer reibungslosen Geschäftsabwicklung. Das werden langfristig eher nur sehr große Unternehmen in der Branche leisten können.

Cash.: Die Finanzvertriebe stehen immer wieder im Kreuzfeuer der Kritik – schlechte Beratung und gierige Berater. Was tun Sie gegen schlechtes Image von außen?

Pohl: Im Zuge der Finanzkrise sind ja eher Bank- oder Sparkassenberater in die Kritik geraten, die ihren Kunden bestimmte Zertifikate oder andere Produkte verkauften, bei denen am Ende ein Totalverlust eintrat. Ich bin dagegen froh, dass wir uns bei unserem Produktangebot nur auf bundesaufsichtsamtlich geprüfte Produkte des Finanzdienstleistungsmarktes beschränken und generell keine hochriskanten Papiere vermitteln.

Seite 2: Wie DVAG ihre Berater zu Höchstleistungen antreibt

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13 Kommentare

  1. Unglaublich ímmer diese Miesmacherei.
    Umdecken, bzw Neuvertrag und alten beitragsfrei stellen geht dei uns (DVAG) nicht.
    Storno in Verbindung mit Neugeschäft nennt man dass schlauer Thomas(Anmerk. Vorschreiber).
    Zudem sehe ich diese Praktiken inzwischen von einer Nürnberger mehrfach von Signal Iduna Vertetern und Allianz Beratern.
    Da scheint es so zu laufen bei uns Gott sei Dank nicht.
    So kann man sie sog schwarzen Schafe ein wenig stoppen.

    Kommentar von Lars — 26. August 2011 @ 13:39

  2. Faszinierend, welche Komentarie hier gepostet werden. Ich bin seit über 15 Jahren Vermögensberater für die DVAG und sehr glücklich und arbeite sehr sauber und bekomme eine tolles feedback von meinen Kunden. Und von Dr.Pohl können sich einige Manager eine Scheibe abschneiden! Er ist sehr bodenständig und immer für seine Berater da!!! Und seit wann gibt es keine Neustornoregelung??? Im Übrigen deckt die Allianz um wie verrückt. Naja es wird immer Menschen geben, die irgendwas bemängeln werden. Gut, wir haben Fehler gemacht. Aber wir lernen daraus. Das sehe ich bei Banken zum Beispiel nicht. Die haben wenig aus der Finanzkrise gelernt. Alles GUte.

    Kommentar von mietsch — 23. September 2010 @ 21:31

  3. Lieber Bruder. Ich geb Dir recht.
    Die Zeiten der TOP-RENDITEN und der BILLIG-BILLIG Produkte sind vorbei. Habt ihr bei Euren Kommentaren und Recherchen mal geschaut was die Banken , Versicherungen und Bausparkassen mit den Überschüßen machen ? Dort bekommt den Löwenanteil, den der Kunde zahlt der Wasserkopf der Vorstandsetagen und die Aktionäre.
    ei uns wird eben viel in den Vertrieb investiert. Für die, die sich den ARSCH für Ihre Kunden aufreißen und die Scheiße , die bei den ” Normalen BANKERN, VERSICHERUNGSFUZZIS und BAUSPARBERATERN ” abgeschlossen werden aufräumen.
    Schwarze Schafe gibt es überall.
    Meistens sind es die Looser und ausgeschiedene Berater, die solche Kommentare verfassen.
    ir werden weiter wachsen und den Beruf so wertvoll machen für die Verbraucher, wie es früher die Ärzte, Steuerberater und Anwälte mal waren !

    NEID, MISSGUNST und UNWISSEN sind der Krebs für positive Absichten!

    Hohe Bäume fangen viel Wind !

    Kommentar von Jörg Mönch — 24. Juli 2010 @ 14:06

  4. es ist schon erschreckend wie ahnungslos oder frustriert hier einige schreiber sein müssen. es geht nicht immer nur um rendite-höchstleistungen und wer ahnung hat, weiss, dass viele vermögensberater nebenberuflich tätig sind. ich kann ihnen viele kunden melden, die sehr sehr glücklich sind, dass sie gut abgesichert waren bzw. sind.

    Kommentar von stefan mönch — 1. Juli 2010 @ 23:53

  5. Was heißt aufhören? Was arbeitet denn der Messias wirklich? Für ihn arbeitet ein großer Haufen von Idioten, Berater, die nicht viel verstehen aber genau wissen, wieviel Promille ein Produkt bringt. Ich frage mich ständig wie dumm man sein muß, auf die DVAG hereinzufallen. Aber Studien beweisen nicht für umsonst, daß die Deutschen Finanzanalphabeten sind…..

    Kommentar von Mandy — 23. Juni 2010 @ 23:16

  6. Der einzige der Vorteile aus seinem Modell erfährt ist Herr Pohl und seine Erben. Alle anderen, vom Kunden bis zum “Vermögensvernichter”, bleiben auf der Strecke. Auch wenn viele es erst merken, wenn es zu spät ist …. :-(

    Kommentar von Thomas Haupt — 23. Juni 2010 @ 19:14

  7. Ein lächerlicher, von Pohl und seinem Umfeld wohl selbst verfasster Artikel. Die Realität sieht anders aus. Die DVAG ist eine Drückerkolonne, die dem Bürger jährlich viel Geld kostet, weil schlechte Produkte verkauft werden, wofür sehr hohe Provisionen gezahlt werden, die letztlich der Kunde finanziert. Vom pohlschen Schneeballlsystem lebt nur die Spitze gut. Die Anderen saugen ihre Bekannten aus und verschwinden wieder. In vielen Ländern dürfte aufgrund der schlechten Ausbildung der sog. Vermögensberater eine DVAG noch nicht mal eine Reisekrankenversicherung verkaufen. Durch die Verquickung mit CDU und FDP, Parteispenden usw. sichert sich die DVAG ihre Existenz auf Kosten der deutschen Bürger, die viel Geld beim Abschluss unsinniger Lebensversicherungsprodukte usw. verlieren.

    Kommentar von Peer — 23. Juni 2010 @ 15:04

  8. Ja Ja die DVAG. Es ist unglaublich wie man mit solchen schrottigen, überteuerten Standardprodukten 1 Mrd. Umsatz machen kann. So viele Dumme kann es doch nicht geben.
    Oder doch??

    Kommentar von U.A. — 23. Juni 2010 @ 14:41

  9. Der weisse Hai hat vergessen,
    dass weniger als 27 TEUR beim
    “Vermögensberater” bleiben,
    Schumi, Dr. Pohl der Innendienst
    “Führungskräfte” bekommen auch noch Geld. Der “Vermögensberater”
    dürfte im Schnitt Hartz IV -Niveau
    nicht schaffen.

    Kommentar von Klaus Marquardt — 23. Juni 2010 @ 14:41

  10. Irre – 1 Mrd klingt gut – geteilt durch 37000 ergibt ca. 27.000 Betriebseinnahmen für den Durchschnittsberater, nach Abzug der eigenen Betriebskosten und Vorsorge incl. KV bleibt denen doch nichts zu Leben – wieso ist das ein Erfolgsmodell ?

    Kommentar von Der weise Hai — 23. Juni 2010 @ 14:34

  11. Wahrheitsbringer hat Recht. Mann sollte mal die tatsächlichen Zahlen ohne stornoneutralen Umdeckungen von klassischen Riesterverträgen zu fonsgebundenen Riesterverträgen oder Pensionskassenverträgen zu Direktversicherungen.
    Es gibt sicherlich eine handvoll Gute. Aber hier sind die Außnahme die “weißen” Schaafe.
    Schaut Euch mal die BEratungsprotkolle an, dann weiß mann alles.

    Kommentar von Thomas — 23. Juni 2010 @ 12:59

  12. Hallo Dieter,
    anbei der Auszug aus CASH

    Kommentar von Dieter — 23. Juni 2010 @ 01:25

  13. Diese Weihräucherung wieder! Wieviel tausend Cash Magazine hat der Dr. wieder mal geordert für seine Schäfchen, damit sie sich endlich wieder mal erfreuen können. Wieso berichten Sie nicht mal über die üblen Geschäftspraktiken der DVAG-Jünger, die alle paar Jahre zu Ihren Kunden gehen und alte Aachen Münchener Leben Verträge freistellen und neue machen? Und da die AML ja abhängig von der DVAG ist, gibt es auch keine Storno in Verbindung mit Neugeschäft Regelung. Immer schön die Zahlen frisieren und das Geld der Kunden verbraten! Weiter so…

    Kommentar von Wahrheitsbringer — 22. Juni 2010 @ 21:14

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