15. Juni 2010, 11:22
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Finanzbildung: Medien sollen Wissenslücken schließen

Die Bundesbürger erwarten von den Medien bessere Aufklärung über Finanzthemen. Einer aktuellen Studie der Fondsgesellschaft Axa Investment Managers (Axa IM) zufolge vermitteln bis dato vor allem Bank- und Finanzberater den Deutschen Finanzwissen. Die Bevölkerung will, dass sich das ändert und nimmt die Medien in die Pflicht.

Medien-finanzen-127x150 in Finanzbildung: Medien sollen Wissenslücken schließenEs gibt allerdings eine starke Diskrepanz zwischen genutzten und gewünschten Informationsquellen. So wünschen sich beispielsweise 60 Prozent der Deutschen Finanzbildung über das Fernsehen. Aber lediglich 43 Prozent nutzen diese Quelle auch.

Mehr als die Hälfte der Befragten möchte Finanzwissen über Zeitungen erhalten. Aktuell beziehen aber nur 44 Prozent ihr Wissen über diesen Info-Kanal. Beim Internet wird der Unterschied noch deutlicher. Ein Viertel der Befragten nutzt das Internet in punkto Finanzfragen, während knapp die Hälfte ihr Finanzwissen über diese Quelle beziehen möchte.

Auf breiter Linie wünschen sich die Deutschen mehr Aufklärung über Finanzthemen durch die Medien. Die Realität sieht jedoch anders aus: 66 Prozent der Deutschen erlangen ihr Finanzwissen in erster Linie durch Gespräche mit Bank- und Finanzberatern.

Große Unterschiede gibt es indes im Vergleich der Altersgruppen. Während immerhin 32 Prozent der 18 bis 39-jährigen ihr Finanzwissen in der Schule vermittelt bekommen, nutzt mehr als die Hälfte der Generation 60plus das TV zur Fortbildung.

Im Rahmen der im Auftrag von Axa IM erstellten Studie “Die Deutschen und ihr Wissen über Fonds” führten die Meinungsforscher von TNS Infratest insgesamt 1.000 Interviews. (hb)

Foto: Shutterstock

1 Kommentar

  1. Wirklich überraschen kann das Ergebnis der Studie nicht, ist es doch bekannt, dass sich Verbraucher seit jeher nicht gerne mit Finanzthemen beschäftigen. Medien können nur das nötige Material anbieten, um Wissenslücken zu schließen. Der Lernprozess hat etwas mit aktiver Auseinandersetzung zu tun, d. h. man muss Angebotenes auch annehmen und verarbeiten.
    Der zweite Punkt ist natürlich, was qualitativ an Inhalt angeboten wird. Finanzwissen über Bankberater ist meistens einzuordnen unter Finanz-Produkt-Wissen. Wenn Finanzwissen helfen soll, sicher und eigenverantwortlich mit den eigenen Finanzen umgehen zu können, darf man nicht “an der Spitze des Eisbergs” ansetzen, sondern muss Grundlagen erklären. Finanzverkehr ist gut vergleichbar mit dem Autoverkehr: Wer sicher Autofahren möchte, muss nicht beim Auto anfangen, sondern beim Führerschein. Angebote zum Geldführerschein gibt es.
    gez. Christel Kemmler

    Kommentar von Christel Kemmler — 16. Juni 2010 @ 16:03

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