MLP und OVB hoffen weiter auf Belebung des Geschäfts

Tunnel

Die Finanzvertriebe MLP und OVB haben es auch im ersten Quartal nicht geschafft, sich aus dem Absatzsumpf zu ziehen. Während MLP zumindest beim Gewinn deutlich zugelegt hat, musste OVB deutliche Einbußen hinnehmen.

Der Finanzdienstleister MLP kämpft auch im ersten Quartal mit rückläufigem Geschäft und kann sich nicht aus dem Umsatztief befreien. So erwirtschafteten die Wieslocher im Berichtszeitraum einen Gesamtumsatz von 121,2 Millionen Euro (minus drei Prozent). Für das Unternehmen bleibt das erste Halbjahr nach eigenen Angaben „herausfordernd“.

MLP vollzieht Turnaround im operativen Geschäft

Im operativen Geschäft hingegen scheint die Wende geschafft: Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) liegt mit vier Millionen Euro 26 Prozent über dem Vorjahreswert von 3,2 Millionen Euro. Den Konzernüberschuss bezifferte MLP auf zwei Millionen Euro (Vorjahreszeitraum: 0,1 Millionen Euro). Unter dem Strich verdienten die Wieslocher im ersten Quartal 1,7 Millionen Euro (minus 1,4 Millionen Euro).

Die in den Gesamterlösen enthaltenen Provisionserlöse schrumpften in den Monaten Januar bis März um zwei Prozent auf 109,1 Millionen Euro. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum musste MLP in den Bereichen Altersvorsorge (minus sechs Prozent) und private Krankenversicherung (minus 5,8 Prozent) Federn lassen. Zulegen konnte der Vertrieb dagegen in der Sparte Sach (plus acht Prozent) und im Vermögensmanagement (plus sieben Prozent).

In den ersten drei Monaten konnte MLP 8.000 Neukunden (Vorjahreszeitraum: 6.600) gewinnen. Die Gesamtkundenzahl schrumpfte auf 764.500 (31. Dezember 2009: 785.500), die Beraterzahl beträgt 2.384 (31. Dezember 2009: 2.383).

Für das laufende Geschäftsjahr rechnet MLP damit, dass sich das Umfeld weiter stabilisiert und hofft damit einhergehend auf eine Belebung für das eigene Geschäft. Gleichzeitig drückt der Finanzdienstleister weiter auf die Kostenbremse und will, wie bereits angekündigt, die Fixkosten im Jahr 2010 um insgesamt zehn Millionen Euro senken.

Auch an den mittelfristigen Zielen halten die Wieslocher fest: So soll bis Ende 2012 die Ebit-Marge auf 15 Prozent gesteigert werden, was einer Verdoppelung aus 2009 entsprechen würde (7,9 Prozent).

OVB kämpft weiter mit Umsatzeinbrüchen

Auch beim Kölner Wettbewerber OVB stehen die Zeichen für eine Umsatzwende noch nicht auf grün. Der Finanzdienstleister vermeldet für das erste Quartal Gesamtvertriebsprovisionen in Höhe von 47,6 Millionen Euro – ein Minus von 11,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (53,8 Millionen Euro).

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