Top Ten Partner-Chef: „Aus dem Korsett des Produktvertriebs ausbrechen“

Der Nürnberger Pool Top Ten Investment-Vermittlungs AG hat mit der Top Ten Partner AG im November Zuwachs bekommen. Cash.Online hat Vorstandschef Richard Eibl gefragt, wie seine bisherige Bilanz aussieht.

Richard Eibl
Richard Eibl

Cash.Online: Die Beratungsgesellschaft Top Ten Partner, ein Joint Venture von Ihnen und der Top Ten Financial Network Gruppe, besteht nun seit 1. November 2010. Wie ist es bisher gelaufen?

Eibl: Wir hatten bisher bei Top Ten nur den Investmentpool und das Haftungsdach, waren aber der Meinung, dass es durchaus sinnbringend sein kann, das Unternehmen um eine Kundenberatung zu ergänzen. Aufgrund der Finanzkrise und vor allem der Bankenkrise ist gerade den gut verdienenden und vermögenden Kunden extrem bewusst geworden, dass es ganz wichtig ist, mit Beratern zu arbeiten, denen der Kunde am Herzen liegt und nicht die Umsätze ihres Produktgebers. Die Top Ten und damit auch die Beratungsgesellschaft Top Ten Partner sind unabhängige Organisationen, die weder Banken, noch Produktinitiatoren verpflichtet sind.

Cash.Online: Wer ist Ihre Zielgruppe bei Top Ten Partner?

Eibl: Unsere Zielgruppe sind sowohl selbstständige Handelsvertreter als auch angestellte Banker. Wir bieten langjährig erfahrenen angestellten Bankern an, auch als Angestellte in der Top Ten Partner AG zu arbeiten. Damit können sie aus dem immer enger geschnürten Korsett des Produktvertriebes, der in den Banken wieder Einzug gehalten hat, ausbrechen, ohne in die von ihnen abgelehnte Selbstständigkeit gehen zu müssen. Zudem sind wir sehr offen für selbstständige Netzwerke und Teams von freien Finanzdienstleistern, die zunehmend darunter leiden, dass es immer aufwendiger wird, im freien Markt zu bestehen. Diese Netzwerke und Teams können sich flexibel als Einheit bei uns integrieren.

Cash.Online: Was bieten Sie den Beratern, die sich Ihnen anschließen?

Eibl: Unsere angeschlossenen Berater haben die Möglichkeit, auf die Dienstleistungen des Top Ten Financial Network zurückzugreifen und beispielsweise Strategiedepots zu nutzen und bei entsprechend großen betreuten Voluminas sogar eigene Fonds zu initiieren; hier würden wir jeweils bei der Initiierung und dem Management unterstützend tätig werden. Dies wäre aber schon die Königsdisziplin. Darüber hinaus verfügen wir seit mehreren Jahren über ein Bafin-geprüftes Haftungsdach in unserer Unternehmensgruppe.

Seite 2: Was das Kernstück der Beratung ist

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