Bundesbürger wollen noch mehr sparen

Die Deutschen sparen pro Monat im Schnitt 180 Euro, wie aus einer Umfrage im Auftrag des Bundesverbands der Volks- und Raiffeisenbanken (BVR) hervorgeht. Um ihre selbstgesteckten Sparziele zu erreichen, reicht das jedoch nicht.

Sparschwein AltersvorsorgeZur Erfüllung ihrer Ziele bräuchten die mehr als 2.000 von TNS-Infratest Befragten nach eigener Einschätzung durchschnittlich 256 Euro. Sie sparen monatlich also 76 Euro oder 30 Prozent zu wenig.

„Zwischen Vorsorgebedarf und Spartätigkeit zeigt sich eine Lücke. Viele Bürger sehen ihre finanziellen Möglichkeiten als nicht ausreichend an, um ihre Sparvorhaben vollständig zu verwirklichen“, sagt BVR-Vorstand Andreas Martin. Er glaubt aber, dass die Arbeitsmarktentwicklung helfen wird, diese Sparlücke zu verringern.

Im Jahr 2010 haben die Deutschen ihre Sparanstrengungen leicht intensiviert. Die Sparquote, das Verhältnis von Sparen zu verfügbarem Einkommen, stieg um 0,3 Prozentpunkte auf 11,4 Prozent, so das Statistische Bundesamt.

Aufgrund der gefestigten Einkommensperspektiven und der konjunkturellen Dynamik rechnet der BVR allerdings damit, dass die Konsumneigung in diesem Jahr wieder etwas zunimmt. „Wir erwarten für 2011 einen leichten Rückgang der Sparquote um 0,2 Prozentpunkte auf 11,2 Prozent“, erklärt Vorstand Martin. (hb)

Foto: Shutterstock

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