Anzeige
20. September 2011, 10:36
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Crowdsourcing: Frische Ideen von Kunden

Schokolade, Burger, Duschgel – bei der Kreation neuer Produkte ist zunehmend die Kundenmeinung gefragt. Vor allem die Konsumgüterindustrie macht von virtuellen Mitmachgesellschaften regen Gebrauch. Ist die Auslagerung der Ideenentwicklung an Kunden auch ein Thema für Finanzdienstleister?

Crowdsourcing in Crowdsourcing: Frische Ideen von Kunden

Text: Katja Schuld

Finanzdienstleister müssen sich ständig mit der Entwicklung neuer Versicherungen, Fonds und Services auseinandersetzen. Durch den Innovationsdruck, sich am Markt beweisen zu müssen, stellt sich die Frage, ob es möglich ist, Kunden als externe oder Mitarbeiter als interne Lieferanten von Produkten einzusetzen.

Was in der Konsumgüterindustrie schon seit Längerem gang und gäbe ist, kann durchaus auch eine Option für Versicherer, Vertriebe und Banken sein, wie drei Beispiele aus der Branche exemplarisch zeigen. Doch zunächst: Was ist Crowdsourcing überhaupt und welche Vor- und Nachteile bietet es?

Der Begriff wurde 2006 erstmals von Jeff Howe, Mitherausgeber der US-amerikanischen Computerzeitschrift „Wired Magazin“, zur Diskussion gestellt. Er definiert Crowdsourcing – eine Zusammensetzung aus „Crowd“, der Menschenmenge, und „Outsourcing“, das Auslagern von Arbeit – als Auslagern von Unternehmensaufgaben auf die Arbeitskraft und die Intelligenz, die eine große Masse Freizeitarbeiter im Internet zur Verfügung stellt.

Das Phänomen an sich ist nicht neu. Zuvor gab es bereits Begriffe wie Open Innovation, interaktive Wertschöpfung, Schwarmintelligenz oder kollektive Intelligenz, die alle eine Idee in sich vereinen, nämlich Gruppen der Einzelperson vorzuziehen. Ein klassisches Beispiel ist die Online-Enzyklopädie Wikipedia, auf der seit 2001 Nutzer ihr Wissen miteinander teilen können.

Im Unternehmenskontext hat sich ein Begriffsverständnis dahingehend durchgesetzt, dass Mitarbeiter, Kunden und Partner in die Wertschöpfungskette aktiv einbezogen werden. Das heißt, Crowdsourcing lässt sich extern zur Generierung neuer Geschäfts- und Marketingideen sowie intern für das Wissensmanagement einsetzen. Außerdem ist es eng mit dem Mitmachnetz Web 2.0 verknüpft. Über soziale Netzwerke oder Plattformen können Kunden, Vertriebspartner und Unternehmen zusammenfinden.

Seite 2: Welche Vor- und Nachteile Crowdsourcing hat

Weiter lesen: 1 2 3 4 5 6

Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 05/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Arbeitskraftabsicherung – Private Equity – Büroflächenmangel – Datenschutz

Rendite+ 1/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Marktreport Sachwertanlagen – Windkraft – Vermögensanlagen – Bitcoin & Co.

Ab dem 22. März im Handel.

Versicherungen

Berufstätige Frauen und Mütter stärken die Rentenversicherung

Eine deutlich stärkere Erwerbsbeteiligung von Müttern könnte die Beitragszahler der gesetzlichen Rentenversicherung bis 2050 um insgesamt rund 190 Milliarden Euro entlasten. Zugleich würde der Staat rund 13,5 Milliarden Euro an Steuerzuschüssen einsparen. Zudem würde das Rentenniveau steigen, bei niedrigeren Beiträgen. Dies zeigt eine aktuelle Studie des Prognos-Instituts im Auftrag des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

mehr ...

Immobilien

Hypoport erweitert Geschäftsbereiche durch Übernahme von FIO Systems

Die Hypoport AG übernimmt die Leipziger FIO Systems AG und erweitert damit ihr Leistungsspektrum. FIO Systems ist ein Spezialanbieter webbasierter Branchenlösungen für die Finanz- und Immobilienwirtschaft.

mehr ...

Investmentfonds

Hemmer neuer Vertriebs-Chef bei Carmignac

Der französissche Asset Manager Carmignac ernennt Nils Hemmer zum Country Head für Deutschland und Österreich. Mit Sitz in Frankfurt wird er im Juli die Leitung des deutschen und österreichischen Geschäfts übernehmen.

mehr ...

Berater

Prominente Unterstützung für Insurtech Ottonova

Der digitale Krankenversicherer Ottonova hat Seriengründer, Tech-Investor und TV-Star Frank Thelen (“Die Höhle der Löwen”) als Unterstützer gewonnen. Seine Beteiligungsfirma Freigeist Capital ist allerdings nicht direkt an Ottonova beteiligt.

mehr ...

Sachwertanlagen

“Sehr attraktives Marktumfeld mit historisch günstigen Schiffswerten”

Die Ernst Russ AG (vormals HCI Capital) hat das Geschäftsjahr 2017 mit Gewinn abgeschlossen und nach eigener Darstellung die strategische Neupositionierung erfolgreich fortgesetzt. Dazu zählen auch wieder Schiffe.

mehr ...

Recht

Ex-Sparkassenchef muss doch nicht vor Gericht

Der ehemalige Sparkassenpräsident Georg Fahrenschon muss doch nicht vor Gericht. Der frühere bayerische Finanzminister soll per Strafbefehl zu 140 Tagessätzen wegen Steuerhinterziehung verurteilt werden, wie Oberstaatsanwältin Anne Leiding ankündigte. Darauf hätten sich die beteiligten Parteien in einem Rechtsgespräch geeinigt.

mehr ...