26. März 2012, 15:42
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Deutsche Kreditwirtschaft will Anleger-Informationen verbessern

Banken und Sparkassen haben angekündigt, gemeinsam an einer Verbesserung der Anleger-Informationen arbeiten zu wollen. Das ist das Ergebnis eines Spitzentreffens, zu dem Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner Vertreter der deutschen Kreditwirtschaft, von Verbraucherorganisationen sowie der BaFin eingeladen hatte.

Verbraucherministerin Ilse Aigner

Verbraucherministerin Ilse Aigner

Anlass ist die erneute Kritik an der Qualität der gesetzlich vorgeschriebenen Beipackzettel für Finanzprodukte und der Beratungsprotokolle für Geldanleger. Die vom Bundesverbraucherministerium kürzlich veröffentlichte Studie „Evaluation von Produktinformationsblättern für Geldanlageprodukte“ hatte erhebliche Defizite festgestellt.

Wie das Bundesverbraucherschutzministerium (BMLEV) mitteilte, standen beim Spitzentreffen am vergangenen Donnerstag die bisherigen Erfahrungen mit der Beratungsdokumentation und den Produktinformationsblättern in der Anlageberatung auf der Tagesordnung.

Die Deutsche Kreditwirtschaft, der Zusammenschluss der deutschen Banken und Sparkassen, plane nun mit den Verbraucher- und Anlegerschutzorganisationen eine Arbeitsgruppe zu bilden, um im Sinne der Verbraucher verständliche Formulierungen für die Produktinformationsblätter zu finden.

Besonders positiv bewertet Ministerin Aigner die Bereitschaft der Kreditwirtschaft, sich mit den Verbraucher- und Anlegerschutzorganisationen zusammenzusetzen und gemeinsam dafür zu sorgen, dass die Produktinformationsblätter verständlicher werden.

„Banken und Sparkassen haben sich der Diskussion gestellt, wie der Verbraucherschutz verstärkt und die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben gewährleistet werden kann. Ich begrüße die selbstkritische Haltung der Bankenverbände, die Verbesserungsbedarf bei den Beratungsprotokollen und Produktinformationsblättern eingeräumt haben“, so Aigner.

Das BMELV werde zudem in Kürze einen Forschungsauftrag ausschreiben, mit dem Ziel, eine „belastbare Bestandsaufnahme“ der tatsächlichen Praxis der Beratungsdokumentation zu erhalten. (jb)

Foto: Verbraucherschutzministerium

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