Anzeige
18. Mai 2012, 12:30
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Finanzberatung: Frauen wollen ihren Anteil

Seit über zwanzig Jahren beraten Finanzexpertinnen erfolgreich hauptsächlich die weibliche Klientel. Im Vertrieb sind Frauen dennoch unterrepräsentiert. Cash. hat mit Finanzberaterinnen über die Männerdomäne Finanzvertrieb, Netzwerke für Frauen und eine gesetzliche Frauenquote gesprochen.

Finanzdienstleister Frauenquote

Susanne Kazemieh, Frauen Finanz Gruppe

Das Konzept der Beratung von Frauen für Frauen hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten etablieren können. Doch bevorzugen Kundinnen tatsächlich weibliche Berater und werden sie dann auch automatisch besser betreut? Der Großteil der Expertinnen glaubt, dass Frauen bei weiblichen Beratern vor allem das Gespräch auf Augenhöhe suchen. Frauen seien untereinander meist ehrlicher und trauten sich eher Fragen zu stellen.

Die Beratung durch Frauen sei aber nicht unbedingt besser, denn schließlich sei das Geschlecht kein Qualitätsmerkmal, meint die Berliner Finanzberaterin Bianca Kindler. Ihre Erfahrung habe aber gezeigt, dass es vielen Frauen leichter falle mit einer weiblichen Ansprechpartnerin Fragen zu klären, Vertrauen zu fassen und dann die richtige Entscheidung zu treffen. Andere Kundinnen würden sich für einen männlichen Berater entscheiden, weil sie die emotionale Ebene nicht haben wollen.

Frau sein allein reicht nicht

Auch Constanze Hintze, Inhaberin der Finanzberatung Svea Kuschel & Kolleginnen, betont, dass Frau sein allein nicht reicht um gut zu beraten. „Die Kundinnen erwarten Kompetenz. Generell gilt natürlich: Wer die Kundinnen ernst nimmt, verständlich und verantwortungsvoll berät, erreicht sie auch. Honorarberaterin Stefanie Kühn glaubt an einen bestimmten Typ Kundin, der die weibliche Beratung bevorzugt. „Oft sind das geschiedene Frauen und solche, die sich nicht so gut auskennen,“ vermutet Kühn.

Ob Beraterinnen ihre Kundinnen auch besser beraten, könne man pauschal jedoch nicht sagen. Ein Berater mit empathischen Fähigkeiten sei aber ebenso in der Lage, eine Frau kompetent zu beraten, wie eine Beraterin einen männlichen Kunden beraten könne. Finanzexpertin Susanne Kazemieh zieht vom Geschlecht auch keine automatischen Rückschlüsse auf die Beratungsqualität.

Sie meint zwar, Frauen seien sich eher der Risiken bewusst als Männer und berieten daher eher vorsichtig, beziehungsweise nachhaltig. Dass alle Beraterinnen empathisch und kompetent seien, hält sie aber für einen Trugschluss. „Frauen – und Männer – wollen gut und einfühlsam beraten werden“, so die Hamburgerin, die 1989 die Frauen Finanz Gruppe gründete. „Manche Kollegen können das. Nicht alle Kolleginnen können das.“

Seite zwei: Was bringen Frauennetzwerke?

Weiter lesen: 1 2 3 4 5

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 5/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Europäische Aktien – Schwellenländer – digitaler Wandel – Neue Vertriebsregeln

Ab dem 27. April im Handel.

Rendite+ 1/2017 "Sachwertanlagen"

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Hitliste der Produktanbieter – Top Five der Segmente – Immobilienmarkt

Versicherungen

Volkswohl Bund: Bläsing wird Nachfolger von Dr. Maas

Beim Dortmunder Versicherer Volkswohl Bund gibt es einen Wechsel in der Führungsspitze. Der Vorstandsvorsitzende Dr. Joachim Maas geht Ende April 2017 nach über 37 Jahren Tätigkeit in den Ruhestand. Mit Wirkung zum 1. Mai 2017 wird Dietmar Bläsing neuer Sprecher der Vorstände der Volkswohl Bund Versicherungen. 

mehr ...

Immobilien

Investitionen in Immobilien: Die globalen Trends

Das globale Investitionsvolumen in Immobilien wird 2017 trotz Angebotsmangels weiter steigen. Dadurch werden die Preise mittelfristig stabil bleiben. Cushman & Wakefield erwarten für das kommende Jahr mehr Dynamik.

mehr ...

Investmentfonds

Deutsche Bank holt Citigroup-Manager Moltke in den Vorstand

Der Aufsichtsrat der Deutschen Bank hat James von Moltke (48) zum neuen Finanzvorstand ernannt. Er war bisher Treasurer der amerikanischen Bank Citigroup und soll seinen Posten bei der Deutschen Bank im Juli dieses Jahres antreten.

mehr ...

Berater

Deutscher Bankenrettungsfonds schließt 2016 mit Gewinn ab

Der im Zuge der Finanzmarktkrise im Jahr 2008 geschaffene Finanzmarktstabilisierungsfonds (FMS), der von der Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung (FMSA) verwaltet wird, schließt das Geschäftsjahr 2016 mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 98,6 Millionen Euro ab.

mehr ...

Sachwertanlagen

HTB Gruppe bringt weiteren Immobilien-Zweitmarktfonds

Die Bremer HTB Gruppe startet ab sofort mit dem Vertrieb des neuen Immobilien-Zweitmarktfonds “HTB 8. Immobilien Portfolio”. Der alternative Investmentfonds (AIF) ist bereits der siebte Publikums-AIF von HTB.

mehr ...

Recht

ZIA fordert bei Crowdinvesting stärkeren Verbraucherschutz

Der ZIA bemängelt, dass Crowdinvesting durch die bisherige Regulierung privilegiert ist, auf Kosten des Verbraucherschutzes. Der Ausschuss fordert unter anderem eine Prospektpflicht. Diese Forderungen widersprechen den Ansichten des Bundesverband Crowdfunding.

mehr ...