18. Mai 2012, 12:30
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Finanzberatung: Frauen wollen ihren Anteil

Finanzdienstleister Frauenquote
Adelheid Marscheider, Adelheid Marscheider Versicherungsmakler

Glaubt man einer repräsentativen Umfrage des AWD aus dem Jahr 2011 unter Frauen zwischen 18 und 45 Jahren, hat die Mehrheit (72 Prozent) der Frauen keine Präferenz in Bezug auf das Geschlecht des Beraters. Demnach bevorzugen 14 Prozent der Befragten die Beratung durch eine Geschlechtsgenossin und fast genauso viele (13 Prozent) wollen lieber von einem Mann beraten werden. Die Qualität der Beratung ist hingegen schwer messbar. Die Beraterin Kindler verweist in diesem Zusammenhang auf die „verschwindend geringen“ Stornoquoten ihres Unternehmens.

Um sich in der Finanzbranche und in der Politik Gehör zu verschaffen und im Netzwerk Gelegenheit zu Erfahrungsaustausch, Weiterbildung und Unterstützung zu finden, haben sich Finanzberaterinnen in Verbünden zusammengeschlossen. Seit 1988 sind Beraterinnen in der Vereinigung „FinanzFachFrauen“ aktiv. Um noch mehr Präsenz in der Öffentlichkeit zu zeigen, wurde 1999 auf Initiative von Mechthild Upgang der „Bundesverband unabhängiger Finanzdienstleisterinnen“ (BuF) gegründet.

Frauen müssen Netzwerken lernen

Upgang selbst sieht die Stärke des Netzwerks nicht nur in der Vernetzung untereinander. Sie betont auch die Vorreiterrolle, die der BuF beispielsweise in seiner Haltung zur Beratungsqualität eingenommen hat. „Wir im Bundesverband unabhängiger Finanzdienstleisterinnen formulierten schon bei der Gründung 1999 Berufsanforderungen, die heute endlich allerorten gelten“, berichtet die Initiatorin.

Es könne doch nur im Interesse aller liegen, dass sich engagierte Kolleginnen und Kollegen zu Wort melden und gemeinsam daran arbeiten, dass sich die Finanzbranche zum Besseren entwickelt. Auch Versicherungsmaklerin und einziges weibliches Vorstandsmitglied im Verband deutscher Versicherungsmakler e.V. (VDVM) Adelheid Marscheider, die im letzten Jahr das VDVM-Frauennetzwerk ins Leben gerufen hat, betont die Bedeutung der Verbünde für Frauen. „Frauen müssen erst das Netzwerken lernen – das fällt in Frauennetzwerken leichter“, so Marscheider. Ein Mitwirken in den traditionellen Netzwerken sei für die Frauen jedoch ebenso wichtig, um wahrgenommen zu werden.

Seite drei: Warum ist der Vertrieb in Männerhand?

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