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4. Januar 2012, 15:17
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Kostenfaktor Pflege

Die Bundesbürger sorgen sich Studien zufolge darum, im Pflegefall finanziell nicht ausreichend abgesichert zu sein. Doch zum Handeln sehen sich die Wenigsten veranlasst. Wie Vermittler ihre Kunden zu diesem Thema beraten können.

Pflege-topteaser in Kostenfaktor Pflege

Beliebt ist das Thema Pflege nicht gerade. Wer beschäftigt sich schon gerne mit dem Gedanken, auf Hilfe anderer angewiesen zu sein? Angesichts der steigenden Zahlen Pflegebedürftiger, die aus Statistiken und Vorausberechnungen hervorgehen, wird einem zwangsläufig vor Augen gehalten, dass es durchaus notwendig sein kann, sich damit auseinanderzusetzen. Heute sind laut Bundesministerium für Gesundheit (BMG) schon über 2,42 Millionen Bundesbürger pflegebedürftig. Das heißt, sie beziehen Leistungen aus der gesetzlichen oder privaten Pflegeversicherung. Bis zum Jahr 2050 wird sich die Zahl der Pflegebedürftigen mehr als verdoppeln.

Pflegebedürftig kann jeder werden, egal wie alt er ist. Bereits Kinder können durch Geburtsfehler, Lähmungen oder geistige Behinderung zum Pflegefall werden. Auch Verkehrsunfälle oder Unfälle können der Grund sein. Bei Erwachsenen sind unter anderem Unfälle, Krebs, Schlaganfälle oder Herzinfarkt die Ursachen. Mit zunehmender Lebenserwartung steigt das Risiko – Demenz, Hirnerkrankungen sind weitere Gründe dafür, sich nicht mehr allein versorgen zu können. Heute ist knapp jeder Dritte über 80 Jahre auf Pflege angewiesen. Tendenz steigend.

Das kostet. Die seit 1995 bestehende soziale Pflegeversicherung bietet dabei nur eine Grundversorgung. Selbst das BMG spricht in seinem aktuellen „Ratgeber zur Pflege“ von einer „Teilkasko-Versicherung“. Will heißen, der Einzelne ist selbst dafür verantwortlich, wie er die über den gesetzlichen Satz hinausgehenden Kosten abdeckt. Bei festgestellter Pflegestufe III, der höchsten der drei Stufen, summieren sich die Ausgaben im Schnitt schnell auf mehr als 3.000 Euro im Monat für einen Pflegeplatz im Heim. Vom Staat gibt es derzeit 1.510 Euro, ab dem kommenden Jahr 1.550 Euro im Monat. Fehlen, nach dieser einfachen Rechnung, immer noch knapp 1.500 Euro. Diese sind vom Heimbewohner aus der eigenen Tasche zu zahlen. Die durchschnittliche Pflegezeit beträgt heute acht Jahre – das läppert sich.

Seite 2: Was bedeutet “pflegebedürftig?”

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2 Kommentare

  1. Ein Ausgezeichneter Schritt in die richtige Richtung! Gut, dass sich in den sozialen Bereichen endlich etwas bewegt:

    Gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend bietet die Online-Plattform “Wegweiser Demenz” einen Raum für Angehörige und Freunde von Demenzerkrankten sowie Fachkräfte, wo sie neben Informationen zum Thema Demenz animiert werden sollen, sich auszutauschen und miteinander ins Gespräch zu kommen.

    Kommentar von Francius — 11. Januar 2012 @ 12:38

  2. Hier muss viel Vorarbeit seitens der Berater geleistet.

    Kommentar von Diana Mahlich — 5. Januar 2012 @ 08:51

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