2. März 2012, 18:49
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Präsentationen: Die Technik-Plage

3. Das Powerpoint-Potenzial: Nutzen Sie die Möglichkeiten von Powerpoint in angemessenem Maß und vor allem auf die richtige Weise. Zeigen Sie einen Film oder ein Chart mit vielen Infos, dann geben Sie den Leuten genügend Zeit, sich das Ganze gründlich anzusehen. Treten Sie in so einem Moment aus der Mitte der Präsentationsfläche heraus. Um dann wieder Aufmerksamkeit zu erreichen, gehen Sie ganz bewusst in die Mitte des Vortragsraumes, wenden Sie sich frontal der Gruppe zu, blicken Sie in die Runde, warten und fahren dann mit Ihrer Präsentation fort.

4. Zu wenig Zeit – kein Problem: Sollten Sie während der Präsentation erkennen, dass die Zeit nicht reicht, geraten Sie nicht in Panik und ziehen Sie auf keinen Fall das Tempo an. Beherzigen Sie stattdessen die simple Weisheit: Weniger ist mehr! Ein Tipp: Überspringen Sie eloquent ein paar Charts: Angenommen Sie sind auf Folie 13 und möchten nun zur Folie 19. Am Laptop geben Sie die Zahl 1 und 9 ein und drücken Enter. So überspringen Sie gekonnt die Charts. Und unter uns: Nur Sie wissen, was Sie eigentlich noch sagen wollten.

5. Verlassen Sie sich niemals zu 100 Prozent auf die Technik: Bei der Arbeit mit technischen Hilfsmitteln kann -immer etwas schiefgehen und im schlimms–ten Fall muss eine Präsentation ohne technische Unterstützung ablaufen. Sie müssen in der Lage sein, Ihren Vortrag auch ohne bunte Charts zu absolvieren. Zur Pflichtaufgabe gehört es deshalb, dass Sie immer einen USB-Stick mit der Datei in Ihrer Aktentasche haben.

6. Aufmerksamkeitsfresser meiden: Die Aufmerksamkeitsfähigkeit jedes Publikums ist begrenzt. Beschränken Sie deshalb die Anzahl Ihrer Charts auf das wirklich Notwendige und vermeiden Sie vor allem unnötige Animationseffekte. Auch bunte, geschwungene Schriften, die mit kitschigen Cartoons untermalt werden und endlos lange Satzmonster sind ein absolutes „No-Go“. Informieren Sie stattdessen in Form von Stichworten beziehungsweise aussagekräftigen Botschaften, die mit Bildern oder einfachen Grafiken sofort erkennbar sind. Alles andere sind nur Aufmerksamkeitsfresser, die Ihnen – der Hauptperson – die Auf-merksamkeit stehlen.

7. Die Handout-Frage: Viele erfahrene Redner bestehen darauf, dem Publikum zusätzlich ein Handout ihrer Ausführungen in die Hand zu geben, viele halten davon gar nichts. Ein Tipp: Soll eine Präsentation begeistern, unterhalten und überraschen, darf das Handout erst nach dem Vortrag ausgeteilt werden. Nehmen Sie sich selbst nicht die Pointen vorweg.

Ansonsten blättern viele schon im Vorfeld in den Unterlagen und die Aufnahmefähigkeit wird reduziert. Ist der Vortrag dagegen eher lehrend und gibt es Platz zum Eintragen der persönlichen Notizen, dann sollten die Kopien vorher verteilt werden.

Spontan agieren, frei reden, authentisch wirken

Gehören Sie zu den Leuten, die denken, es ist ein Ding der Unmöglichkeit, einen Vortrag ohne Folien zu machen? Dann probieren Sie es doch einfach mal aus. Sie werden feststellen, genau das Gegenteil ist der Fall. Ohne technisches Equipment sind Sie unabhängiger, können spontaner agieren, freier reden, müssen sich nicht an einen einzigen Leitfaden halten und wirken dadurch automatisch authentischer.

Ich persönlich war vor geraumer Zeit unvorhergesehen dazu gezwungen, meine Rede ohne Powerpoint-Datei zu halten. Die Folge dieses Erlebnisses: Die Anzahl meiner Charts habe ich seitdem deutlich und drastisch reduziert. Und glauben Sie mir, ein Geht-nicht gibt’s nicht, auch wenn ein wenig Mut dazugehört.
Monika Matschnig, Diplom-Psychologin und Expertin für Körpersprache, Wirkung und Performance

Lesen Sie weitere Expertenbeiträge zu dem Thema Coaching für Finanzberater

Weiter lesen: 1 2 3 4

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Pensionskassen: Mit Volldampf in den Untergang?

Der Niedrigzins beschäftigt Pensionskassen seit 10 Jahren. Diese Entwicklung nimmt durch die Corona-Krise weiter an Fahrt auf. Arbeitgeber sollten jetzt Risiken evaluieren und Handlungsoptionen prüfen, meint das Beratungshaus auxilion.

mehr ...

Immobilien

Miete oft höher als 30 Prozent des Einkommens

Zwei Drittel der Wohnungssuchenden bereit, mehr für Miete zu zahlen als empfohlen Eine Faustregel lautet: Die Kaltmiete einer Wohnung sollte nicht höher als 30 Prozent des Nettoeinkommens des Mieters sein.

mehr ...

Investmentfonds

Wasserstoff-Durchbruch in Sicht?

Wie aus einer neuen Infografik von Block-Builders.de hervorgeht, zeichneten sich im Bereich der Wasserstoff-Technologie zuletzt zahlreiche Fortschritte ab. Wird Wasserstoff jetzt auch für PKWs nutzbar?

mehr ...

Berater

Die unbequeme Wahrheit über Erfolg in der Selbstständigkeit

Wenn Sie als selbstständiger Finanzdienstleister sich wirklich von der Konkurrenz abheben und zu den besten gehören möchten, dann geht das nur außerhalb der Komfortzone. Gastbeitrag von Trainer und Berater Dieter Kiwus

mehr ...

Sachwertanlagen

Finexity bringt dritten digitalen “Club-Deal”

Das Fintech Finexity AG erweitert sein “Club-Deal”-Angebot um ein Neubauprojekt in Hamburg. Das Projekt ist mit einem Volumen von über acht Millionen Euro das bisher größte im Portfolio des Hamburger Unternehmens und steht Investoren mit Anlagesummen ab 100.000 Euro offen.

mehr ...

Recht

Hälfte der Steuerzahler will Soli-Ersparnis zurücklegen

Mehr als die Hälfte der Steuerzahler, die im kommenden Jahr durch den Wegfall des Solidaritätszuschlags mit einer Entlastung rechnen, will das zusätzliche Nettoeinkommen zurücklegen. Das ergab die jüngste Umfrage im Deutschland-Trend des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA), die von INSA Consulere im Auftrag des DIA durchgeführt worden ist.

mehr ...