Maklerstudie: Absatzstimmung sinkt

Die Absatzstimmung ist auch im dritten Quartal kritisch, so ein Ergebnis des ”Makler-Absatzbarometers” des Marktforschungsinstituts You Gov. Im Firmenkundenbereich ist demnach im dritten Quartal 2013 nur in der Sparte der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) eine wachsende Absatzentwicklung zu verzeichnen.

Sowohl im Privatkunden- als auch Firmenkundengeschäft beurteilen Makler die Absatzentwicklung so zurückhaltend wie seit Jahren nicht.

Ein knappes Drittel der Firmenkunden-Makler gibt an, auch weiterhin „häufig“ oder sogar „sehr häufig“ bAV-Produkte zu vertreiben, so die Studie. Die Bedeutung von Produkten der privaten Altersvorsorge (pAV) nehme hingegen weiter ab. Bei Betrachtung der verschiedenen Durchführungswege haben die Makler demnach bAV-Produkte in den letzten zwölf Monaten mit großem Abstand zumeist als Direktversicherung verkauft.

Am seltensten sei der bAV-Vertrieb in Form von Pensionsfonds erfolgt. Am häufigsten wurden der Studie zufolge Direktversicherungen von Allianz, Alte Leipziger, Swiss Life und Volkswohlbund (in alphabetischer Reihenfolge) von den Maklern empfohlen oder vermittelt.

Studienautoren warnen vor bAV-Lücke

„Nach wie vor klafft bei kleinen und mittelständischen Unternehmen eine bAV-Lücke. Versicherungsmakler können sich bei mehr Unterstützung durch Spezialisten der Versicherer vorstellen, diese durch eine größere Präsenz in den Unternehmen zu schließen“, weiß Dr. Oliver Gaedeke, Vorstand und Leiter der Finanzmarktforschung bei You Gov.

Im Gegensatz zur bAV sei der Vertrieb bei der privaten Altersvorsorge (pAV) von klassischen und auch fondsgebundenen Produkten seit den letzten zwei Jahren stark rückläufig. Dabei werden der Studie zufolge den Kunden von ihren Maklern fondsgebundene pAV-Produkte insbesondere mit Garantien am häufigsten empfohlen.

Stimmung im Makler-Vertrieb weiter kritisch

Die Absatzstimmung bleibt auch im dritten Quartal äußerst kritisch, so die Studie. Sowohl im Privatkunden- als auch Firmenkundengeschäft werde die Absatzentwicklung so zurückhaltend wie seit Jahren nicht gesehen. Mit 55 Punkten fällt der Absatzindex im Privatkundengeschäft um weitere drei Punkte (Range von 0 bis 100, Expansionsschwelle = 50) im Vergleich zum zweiten Quartal 2013.

Der Rückgang lasse sich zum einen mit der schwachen Entwicklung in der Lebenssparte begründen, zum anderen verliere insbesondere die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) an Boden, heißt es in der Studie. Im Firmenkundenbereich verliert der Absatzindex demnach vier Punkte und liegt bei aktuell 53 Indexpunkten. Insbesondere die Nachfrage bei Sachversicherungen sowie den Kreditversicherungen sei hier schwächer geworden.

Für die Studie „Makler-Absatzbarometer“ hat das Kölner Marktforschungs- und Beratungsinstituts You Gov im September 2013 bundesweit 258 unabhängige Finanz- oder Versicherungsvermittler befragt. (jb)

Foto: Shutterstock

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