22. August 2013, 08:15
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

BVR: Niedrigzins hindert deutsche Sparer

Die Deutschen sparen durchschnittlich rund 100 Euro weniger, als sie es für erforderlich halten, so eine Umfrage von TNS-Infratest im Auftrag des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR). Schuld an der Sparlücke sei vor allem der Niedrigzins.

BVR: Niedrigzins bremst Sparlust der DeutschenDie Deutschen sparen nach eigenem Befinden nicht genug, so die Umfrage. Ihre selbst gesteckten Sparziele haben die Bundesbürger 2013 demnach nur zu durchschnittlich 64 Prozent erreicht, nach 71 Prozent im Jahr 2012. “Als Folge des niedrigen Zinsniveaus sparen die Bürger weniger. Die Anreize zum langfristig ausgerichteten Vorsorgesparen sind momentan zu schwach”, analysiert BVR-Vorstand Dr. Andreas Martin die aktuelle Situation.

Der Umfrage zufolge halten die Bundesbürger, um ihre Sparziele zu erfüllen, einen monatlichen Sparbetrag von durchschnittlich 287 Euro für erforderlich. Den tatsächlichen Sparbetrag beziffern sie demnach hingegen auf 185 Euro. Somit beträgt die Sparlücke der Bundesbürger, das heißt die Differenz aus dem Sparziel und dem tatsächlichen Sparen, im Jahr 2013 durchschnittlich 102 Euro pro Monat.

Sparfähigkeit nimmt ab

Darüber hinaus schöpfen die Deutschen ihre eigene Sparfähigkeit, also den Betrag, den die Befragten nach eigener Einschätzung maximal in der Lage sind zu sparen, weniger stark aus als in den Jahren zuvor, so die Umfrage. Gleichwohl liegt demnach der prozentuale Anteil des Sparbetrags an der Sparfähigkeit mit 87 Prozent aber noch immer auf hohem Niveau. Dies zeige, dass die Bundesbürger ihrer eigenen Zukunftsvorsorge noch immer einen hohen Stellenwert zuordnen.

“Die Europäische Zentralbank sollte die Zinsen zügig und entschlossen anheben, sobald sich die Konjunktur im europäischen Währungsraum hinreichend erholt hat”, empfiehlt Martin. Dauerhaft niedrige Zinsen provozieren laut Martin nicht nur die Entstehung von Immobilienpreisblasen, sondern führen demnach auch zu ernstzunehmenden Belastungen bei der privaten Altersvorsorge. (jb)

 

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

PKV-Versicherungspflichtgrenze: Die Messlatte wird höher gelegt

Auch im kommenden Jahr wird die Hürde für den Wechsel in die private Krankenversicherung für Arbeitnehmer höher. Nach dem Referentenentwurf zur Sozialversicherungs-Rechengrößenverordnung 2021 aus dem Bundesarbeitsministerium soll die Versicherungspflichtgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung ab dem kommenden Jahr 64.350 Euro betragen – ein Plus von 1.800 Euro (2020: 62.550 Euro) oder fast drei Prozent. Das sorgt für Unmut beim PKV-Verband.

mehr ...

Immobilien

CDU-Generalsekretär dringt auf Verlängerung des Baukindergelds

CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak hat sich für eine weitere Verlängerung des Baukindergeldes um neun Monate bis Ende 2021 ausgesprochen.

mehr ...

Investmentfonds

Nordamerika führend bei grünen Startups

Startups, deren Geschäftsmodell die Dekarbonisierung der Wirtschaft im Fokus haben, haben im Zeitraum von 2013 bis 2019 insgesamt 60 Milliarden US-Dollar von Investoren eingesammelt.

mehr ...

Berater

Finanzstark ins digitale Zeitalter

Home-Office, Online-Handel, E-Business – nur einige Begriffe, die für den fundamentalen Wandel in der Unternehmenslandschaft stehen. Ein Wandel, der zwar schon vor Corona begann, aber durch die Pandemie eine neue Dynamik erreicht hat. Gastbeitrag von Dirk Oliver Haller, DFT Deutsche Finetrading 

mehr ...

Sachwertanlagen

AEW versilbert deutsches Büroimmobilien-Portfolio

Der Asset Manager AEW gibt die Vermittlung der Anteilscheine am AEW City Office Germany-Fonds an einen Fonds von Tristan Capital Partners, Curzon Capital Partners 5 LL, bekannt. Das Portfolio umfasst sieben Objekte mit insgesamt rund 83.000 Quadratmetern Mietfläche.

mehr ...

Recht

Scholz: Corona-Krise wird Staatsverschuldung auf 80 Prozent steigern

Durch die Corona-Krise wird die Staatsverschuldung der Bundesrepublik auf 80 Prozent steigen. Ähnlich hoch lag sie nach der Finanzkrise 2008/2009. Bundesfinanzminister Olaf Scholz hofft, in den kommenden Jahren die Staatsverschuldung dann wieder deutlich drücken zu können.

mehr ...