„Bei Vermögensverwaltungen und Banken besteht ein Interessenkonflikt“

Riklef von Schüssler, Geschäftsführer des Bad Homburger Feri Institutional & Family Office hat mit Cash. über die steigende Beliebtheit des Geschäftsmodells und mögliche Interessenkonflikte bei Family-Office-Anbietern gesprochen.

Riklef von Schüssler: „Die meisten neuen Family-Office-Anbieter sind in der Regel Start-ups, die den Markt nach wenigen Jahren wieder verlassen“.

Cash.: Das Modell Family Office (FO) wird hierzulande immer beliebter. Woran liegt das?

von Schüssler: Zwei wesentliche Gründe: Große Privatvermögen profitieren davon, wenn sie wie Unternehmen geführt werden. Damit geht eine Professionalisierung und auch eine Kostendegression einher.

Private Großvermögen enthalten in der Regel erhebliche administrative, steuerliche und schlichtweg inhaltliche Komplexitäten, die von einem allein auf Vermögensverwaltung ausgerichteten Dienstleister nicht überschaut werden.

Folglich müssen sich erfolgreiche Family-Office-Dienstleister wesentlich mehr fokussieren auf die Bedürfnisse einiger weniger Vermögensinhaber. In der Konsequenz sind Family-Office-Anbieter wesentlich spezialisierter als Vermögensverwalter.

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Im Oktober 2014 hat sich der Verband unabhängiger Family Offices gegründet (Vufo) gegründet, der sich für mehr Transparenz im FO-Markt einsetzen will. Wie stehen Sie zum Verband? 

Wir sind nicht Mitglied. Der Verband ist noch sehr jung aber konstruktiv, eine zukünftige Mitgliedschaft schließen wir nicht aus. Der Ansatz, mehr Transparenz im FO-Markt schaffen zu wollen, ist richtig, wobei die Ausuferungen abgenommen haben.

Seite zwei: „Einige Family Offices gehen mit dem Thema Interessenkonflikt offen um

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