Anzeige
Anzeige
14. Juli 2015, 09:55
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Falschberatung: Jede Pflichtverletzung verjährt separat

Wird der Schadensersatzanspruch eines Anlegers auf verschiedene Beratungsfehler gestützt, beginnt die Verjährung nicht einheitlich, wenn bezüglich eines Fehlers Kenntnis oder grob fahrlässige Unkenntnis vorliegt. Jede Pflichtverletzung ist verjährungsrechtlich selbständig zu behandeln, so der BGH in einem aktuellen Urteil.

Fungibilität

Die fehlende Aufklärung über die eingeschränkte Fungibilität einer Anlage hat keinen hinreichenden Bezug zu einer ebenfalls fehlerhaften Aufklärung über die mangelnde Eignung der Anlage zur Alterssicherung.

Ein Anleger hatte eine Beteiligung an einem geschlossenen Immobilienfonds gezeichnet.

Als dieser in eine wirtschaftliche Schieflage geriet und die Auschüttungen von Jahr zu Jahr geringer wurden, verklagte der Anleger seinen Berater.

Altersvorsorge versus Fungibilität

Er sei nur an sicheren Anlageprodukten zum Ziel der Altersvorsorge interessiert gewesen. Zudem sei er fehlerhaft und verspätet über das Fungibilitätsrisiko aufgeklärt worden.

Die Vorinstanzen hatten die Klage abgewiesen, da die Ansprüche des Anlegers verjährt seien. Zudem liege der Beratungsfehler nicht jeweils in dem Unterlassen der Mitteilung einzelner, nach Ansicht des Klägers für eine umfassende Risikodarstellung notwendiger, Aspekte.

In seinem aktuellen Urteil vom 2. Juli 2015 (Az.: III ZR 149/14) widerspricht der BGH dieser Ansicht und entscheidet zugunsten des Anlegers.

BGH: Verjährung kann nicht einheitlich beginnen

Vorwürfe der unterbliebenen Aufklärung über die eingeschränkte Fungibilität der Beteiligung seien demnach nicht verjährt. Die Verjährung könne nicht einheitlich beginnen, wenn ein Schadensersatzanspruch auf mehrere unterschiedliche Aufklärungsfehler gestützt würde.

Seite zwei: Besondere Bedeutung fehlender Fungibilität

Weiter lesen: 1 2

Anzeige
Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 10/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Betriebliche Krankenversicherung - Mobile Asset Fonds - Immobilienpreise - Nachfolgeplanung

Ab dem 14. September im Handel.

 

Rendite+ 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Ferienimmobilien - Niedrigzinsen - Preisrallye Gewerbeimmobilien - Immobilienkredite

Versicherungen

EU-Kommission: Keine Fusion von Banken- und Versicherungsaufsicht

Die EU-Kommission will die Aufsicht über die Finanzmärkte enger verzahnen, lehnt aber die von Deutschland vorgeschlagene Verschmelzung der europäischen Versicherungs- mit der Bankenaufsicht ab.

mehr ...

Immobilien

Immobilienwirtschaft hofft auf Aus für Mietpreisbremse

Nach der kritischen Bewertung des Berliner Landgerichts zur Mietpreisbremse machen sich die Verbände der Immobilienwirtschaft Hoffnungen, dass die Regelung wieder abgeschafft wird. Die SPD hält dagegen an der Preisbremse fest.

mehr ...

Investmentfonds

OECD: Konjunktur im Eurogebiet läuft besser als erwartet

Die Wirtschaft im Eurogebiet mit 19 Ländern läuft nach Einschätzung der OECD besser als erwartet. Das Wachstum dürfte im laufenden Jahr 2,1 Prozent erreichen, das seien 0,3 Punkte mehr als noch im Juni angenommen.

mehr ...

Berater

BaFin stoppt Anlagevermittler aus Schweden

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat der A und O Ltd. mit Sitz in Stockholm/Kista, Schweden, aufgegeben, die ohne Erlaubnis erbrachte Anlagevermittlung unverzüglich einzustellen.

mehr ...
20.09.2017

N26: Kua wird CTO

Sachwertanlagen

“Neue Geschäfte im Bereich maritimer Assets”

Die Ernst Russ AG (ehemals HCI Capital) aus Hamburg setzt ihren Kurs der strategischen Neuausrichtung und Strukturierung fort und meldet positive Ergebnisse für das erste Halbjahr 2017. Die Schifffahrt spielt weiterhin eine wesentliche Rolle.

mehr ...

Recht

Erbschaftsteuer: Geerbter Pflichtteilsanspruch muss versteuert werden

Ein vom Erblasser nicht geltend gemachter Pflichtteilsanspruch ist Teil des Nachlasses und muss daher vom Erben versteuert werden. Dabei kommt es nicht darauf an, dass der Pflichtteilsanspruchs durch den Erben geltend gemacht wurde. Das hat der Bundesfinanzhof (BFH) entschieden.

mehr ...