Anzeige
15. Januar 2016, 10:07
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

BCA-Pressedialog: Hybrid-Kunde auf dem Vormarsch

Wie ist es um die professionelle Finanzberatung der Zukunft bestellt: Wird sie unvermindert persönlich, verstärkt hybrid, oder womöglich hauptsächlich digital nachgefragt sein? Das waren wesentliche Fragen, die am 14. Januar im Rahmen des BCA Pressedialogs 2016 in Frankfurt/Main diskutiert wurden.

Beratung in BCA-Pressedialog: Hybrid-Kunde auf dem Vormarsch

Maklergeschäft der Zukunft: Persönliche Beratung und IT gehen Hand in Hand

 

Die Digitalisierung mitsamt ihrer Chancen wie Herausforderungen schreitet unaufhaltsam voran und wird den künftigen Workflow der Maklerwelt entscheidend mitbestimmen. Unter dem Schwerpunktmotto “Über den Einflussfaktor Digitalisierung auf das Maklerprofil der Zukunft”, diskutierte Cash. und andere Medienvertreter gemeinsam mit den Vorständen des Oberurseler Maklerpools BCA AG über mutmaßliche Konsequenzen von fortschreitender Digitalisierung und Regulierung für Vermittler wie Maklerpools.

Ruf nach einheitlichem Datenstandard

Auch für 2016 gilt: Insbesondere die Kommunikation zwischen Versicherer und Makler gestaltet sich mit Bezug auf digitale Prozesseffizienz weiterhin herausfordernd, denn derzeit plagen sich Makler zumeist immer noch mit heterogen aufbereiteten Daten zahlreicher Versicherer. So konstatierte BCA-Vorstand Christina Schwartmann in diesem Zusammenhang sinngemäß, dass die Bemühungen für die Branche vor allem darin bestünden, nunmehr endlich eine einheitlich standardisierte, digitale Kommunikation zwischen Maklern und Versicherern zu bewirken, um in der Folge einen sicheren Datenaustausch – etwa über Maklerverwaltungsprogramme – prozessoptimiert gestalten zu können.

Christina Schwartmann in BCA-Pressedialog: Hybrid-Kunde auf dem Vormarsch

Christina Schwartmann, BCA: “Digitale Prozesseffizienz immer wichtiger”

Hype um FinTech

Im Rahmen der weiteren Digitalisierungsdebatte herrschte zunächst Konsens dahingehend, dass die Grundidee vieler FinTechs oder InsureTechs, sprich das Vorhaben einer Vereinfachung des Abwicklungsprozesses sowie die Darstellung einer digitalisierten, transparenten Verwaltung, durchaus sowohl Maklern als auch Verbrauchern Vorteile verschaffen kann. Speziell im Investmentbereich seien bereits vereinzelt professionelle Plattformen im Markt auszumachen, die einen, für alle Seiten erkennbaren Mehrwert generieren.

Gerade die unlängst in den Markt eingetretenen InsureTech-Lösungen – wenngleich einer der derzeit am heißesten diskutierten Aspekte der Digitalisierungsthematik – stellen nach fester Überzeugung des BCA-Vorstandes indes weder eine Ablösung der persönlichen Beratung noch eine grundsätzliche Bedrohung für den Vermittler dar. Derzeit könne etwa kein InsureTech das umfassende Leitungsangebot beziehungsweise die persönliche Kunden- und Vertrauensbeziehung eines Maklers widerspiegeln.

Oft wenig Kundennutzen

Zudem wäre manch Start-Up nicht derart hochgradig innovativ und serviceorientiert unterwegs, wie man denke – so die Einschätzung des BCA-Vorstands. “Wo ist etwa der Nutzen für den Verbraucher, wenn dieser seine Versicherungsdaten eigenständig zusammensuchen und Daten selbst einpflegen, die Einstellung der Dokumente die ordnungsgemäße Aufbewahrung der Unterlagen nicht ersetzt beziehungsweise bei Leistungsschäden keine Hilfe durch den FinTech-Dienstleister gewährt wird”, hinterfragt BCA-Maketing-Chef Mirko Faust und stellt fest, “dass manch FinTech-Plattform in nicht wenigen Punkten die Aufgaben eines Maklers schlicht auf den Kunden abwälzen. Ob dies ein Kunde am Ende des Tages als Mehrwert versteht, darf angezweifelt werden”.

Seite zwei: FinTech-Lösungen gepaart mit Maklerbetreuung

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 5/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Europäische Aktien – Schwellenländer – digitaler Wandel – Neue Vertriebsregeln

Ab dem 27. April im Handel.

Rendite+ 1/2017 "Sachwertanlagen"

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Hitliste der Produktanbieter – Top Five der Segmente – Immobilienmarkt

Versicherungen

BGH-Urteil: Anlagevermittlung versus Anlageberatung

Anlagevermittlung oder Anlageberatung? Eine Unterscheidung ist bei einer Klage wegen Verletzung vorvertraglicher Aufklärungspflichten wichtig, da sie darüber entscheidet, ob sich der Produktgeber oder der Vermittler die Falschberatung zurechnen lassen muss.

mehr ...

Immobilien

Wo Immobilienpreise die Zahlungsbereitschaft übersteigen

Die Preisvorstellungen von Käufern und Anbietern driften in einigen Großstädten immer weiter auseinander. Das liegt vor allem an teuren Neubauten, die mit günstigen Bestandsobjekten konkurrieren. 

mehr ...

Investmentfonds

AGI gibt Einschätzung zur EZB-Sitzung am Donnerstag

Zu Jahresbeginn ist die Inflation in der Eurozone deutlich und sprunghaft gestiegen. Allerdings dürfte sich die EZB hiervon nur wenig beeindrucken lassen, da diese sprunghafte Entwicklung nicht nachhaltig sein dürfte. Gastkommentar von Franck Dixmier, Allianz GI

mehr ...

Berater

Ehegattensplitting: Getrennt leben und trotzdem Steuern sparen?

Dürfen Eheleute, die nicht zusammen leben, von den steuerlichen Vorteilen des Ehegattensplittings profitieren? Ja, sagt das Finanzgericht (FG) Münster in einem aktuellen Urteil.

mehr ...

Sachwertanlagen

G.U.B. Analyse: „B+++“ für Solvium Container Select Plus Nr. 2

Das Hamburger Analysehaus G.U.B. Analyse bewertet die Emission „Container Select Plus Nr. 2“ der Solvium Capital GmbH aus Hamburg mit insgesamt 74 Punkten. Das entspricht dem G.U.B.-Urteil „gut“ (B+++).

mehr ...

Recht

Vorerkrankung versus BU-Grund: Knackpunkt Kausalität

Ein Versicherter hatte die Gesundheitsfragen beim BUZ-Antrag unvollständig beantwortet. Dies bemerkte der Versicherer, als der Mann tatsächlich berufsunfähig wurde und trat von dem Vertrag zurück – hiergegen klagte der Versicherte. Knackpunkt bei dem Fall ist laut BGH der “Kausalitätsgegenbeweis”.

mehr ...