16. Februar 2016, 10:48
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Die Schenkung von Unternehmensanteilen – jetzt oder nie?

Viele Unternehmer zögern, Anteile zu Lebzeiten zu übertragen. In der Praxis haben sich jedoch einige Wege etabliert, die es ermöglichen, Steuervorteile in Anspruch zu nehmen ohne auf Kontrolle und Erträge des übertragenden Unternehmens zu verzichten. Gastbeitrag von Lars-Alexander Meixner und Mark Pawlytta, KPMG Rechtsanwaltsgesellschaft mbH

Die Schenkung von Unternehmensanteilen – jetzt oder nie?

Lars-Alexander Meixner (links) und Mark Pawlytta, KPMG Rechtsanwaltsgesellschaft mbH

Das Bundesverfassungsgericht hat bekanntlich Ende 2014 das geltende Erbschaft– und Schenkungsteuerrecht für verfassungswidrig erklärt und dessen Anwendung nur noch bis zu einer gesetzlichen Neuregelung zugelassen. Der Gesetzgeber plant die Reform dieses Jahr zu verabschieden.

Da in Politik und Wirtschaft allgemein erwartet wird, dass die Belastung der Unternehmen und ihrer Eigentümer mit Erbschaft- und Schenkungsteuern erheblich steigen wird, fragen sich viele Unternehmer, ob sie das aktuell noch anwendbare günstige Schenkungsteuerrecht ausnutzen sollten.

Durch lebzeitige Übertragungen Steuervorteile nutzen

In zahlreichen Gesprächen mit Unternehmern zeigt sich ein Dilemma. Auf der einen Seite ist das Interesse groß, bereits durch lebzeitige Anteilsübertragungen Steuervorteile in Anspruch zu nehmen, damit die Wirtschaftskraft des Unternehmens nicht durch hohe Erbschaftsteuern geschwächt wird.

Auf der anderen Seite sorgen sich Unternehmer, durch Anteilsschenkungen zu früh zu stark an Einfluss im Unternehmen zu verlieren. Auch möchten sie wirtschaftlich weiter signifikant am Unternehmenserfolg partizipieren. Die Folge: Viele Unternehmer zögern, Anteile zu übertragen. Mit Blick auf die erwartete Erhöhung der Erbschaft- und Schenkungsteuer fühlen sie sich jedoch nicht wohl in ihrer Haut.

In den Gesprächen begegnet uns deshalb häufig große Erleichterung, wenn wir auf die Möglichkeiten hinweisen, Unternehmensanteile zu übertragen und dem Übertragenden zugleich Kontrolle und Erträge des Unternehmens (zumindest teilweise) zu erhalten. Einige der in der Praxis etablierten Maßnahmen sollen nachfolgend kurz skizziert werden.

Seite zwei: Zum Vorbehalt des Nießbrauchs

Weiter lesen: 1 2 3

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 02/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Arbeitskraftabsicherung – Denkmalobjekte – Betriebsrente – Digital Day 2019

Ab dem 24. Januar im Handel.

Cash. 01/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Fonds Finanz – Robotik – Moderne Klassik – Finanzanalyse

Versicherungen

Assekuranz: Dunkle Wolken am Stimmungshimmel

Die Versicherungsbranche muss sich in den kommenden Jahren mit einer Vielzahl neuer und alter Herausforderungen auseinandersetzen. Welche das sind, und wie sich die aktuelle Stimmungslage der Branche gestaltet, hat eine aktuelle Befragung des Insight-Panels untersucht.

mehr ...

Immobilien

Umweltbewusste Hausbesitzer vertrauen auf Smart Home

Solarplatten auf dem Dach gehören mittlerweile für viele Hauseigentümer zum A und O – die Anzahl der Solaranlagen in Deutschland ist seit 2015 um satte 15 Prozent gestiegen. Warum die Nutzung einer Photovoltaikanlage immer beliebter wird und was sie in Sachen Energiekosten bringt.

mehr ...

Investmentfonds

ETFs: Die Fallen der Anlageklasse

Die Nachfrage nach den Exchange Traded Funds, kurz ETF, auf dem Aktienmarkt ist enorm. Sie werden als besonders flexibel, ständig handelbar und mit niedrigen Kosten beworben. Doch trügt hier der Schein? Die Zürcher Kantonalbank Österreich AG hat sich eingehend mit der Thematik befasst und vier Fallen zusammengetragen, in die ETF- Anleger besser nicht tappen sollten.

mehr ...

Berater

Deutsche Finance bündelt Haftungsdach und 34f-Vertrieb

Der Asset Manager Deutsche Finance Group führt die bestehenden Vertriebs-Tochtergesellschaften Deutsche Finance Consulting und Deutsche Finance Advisors unter der Deutsche Finance Solution als Kompetenzplattform zusammen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Negativzins-Kredite purzeln: Rekordzahl erreicht

Das Kreditportal Smava war seit 2017 der erste Anbieter Deutschlands, der einen negativen Zinssatz für Ratenkredite anbot, mittlerweile führen sie Negativzins- Kredite mit Zinssätzen mit bis zu minus fünf Prozent an. Doch jetzt weiteten sie diesen erneut um das Doppelte aus. Erstmalig in Deutschland können Kreditnehmer nun einen Jahreszinssatz von minus zehn Prozent einfordern.

mehr ...

Recht

Was den Deutschen Recht ist – und was nicht

Gerichtsverfahren in Deutschland dauern viel zu lange – zu diesem Urteil kommen 88 Prozent der Bundesbürger sowie 75 Prozent der Richter und Staatsanwälte. Das geht aus dem “Roland Rechtsreport 2019” hervor, für den das Institut für Demoskopie Allensbach über 1.200 Bürger und 1.000 Richter und Staatsanwälte befragt hat. 

mehr ...