IDD: Weiterbildungsnachweis erst ab 2018 nötig

Im Zuge der Umsetzung der Insurance Distribution Directive (IDD) in deutsches Recht, werden Vermittler zu regelmäßiger Weiterbildung verpflichtet. Ab dem 23. Februar 2018 müssen sie sich mindestens 15 Zeitstunden pro Kalenderjahr weiterbilden.

frank Rottenbacher IDD
Frank Rottenbacher, AfW: „Sammeln „gut beraten“-Punkten ist in 2017 rechtlich für Makler nicht nötig, weil die gesetzlichen Anforderungen erst ab Februar 2018 greifen.“

Durch die Umsetzung der europäischen Vertriebsrichtlinie IDD in deutsches Recht werden sich viele Rahmenbedingungen für Versicherungsvermittler ändern. Auch die regelmäßige Weiterbildung soll gesetzlich verankert werden.

Die IDD sieht vor, dass Vermittler mindestens 15 Stunden pro Jahr in die eigene Weiterbildung investieren. An dieser Vorgabe orientiert sich auch der deutsche Gesetzgeber. Die Anforderungen werden hierzulande ab Februar 2018 gelten.

Wie diese im Detail aussehen werden, welche Schulungsinhalte anerkannt werden und wie der entsprechende Nachweis zu erbringen ist, wird der Gesetzgeber in einer noch zu erstellenden Verordnung regeln.

Keine Übertragung von Weiterbildungspunkten ins nächste Jahr

„Weiterbildung ist für Versicherungsvermittler immer sinnvoll, ein Sammeln von zum Beispiel „gut beraten“-Punkten ist aber in 2017 rechtlich für Makler nicht nötig, weil die  gesetzlichen Anforderungen erst ab Februar 2018 greifen und es keine rückwirkenden Anforderungen geben wird“, berichtet Frank Rottenbacher, Vorstand des AfW- Bundesverband Finanzdienstleistung e.V..

 

Die Übertragbarkeit von Punkten von einem auf das andere Jahr sei derzeit nicht vorgesehen. Nach Informationen des AfW wird der Gesetzgeber kein Punkte-Nachweissystem einführen, sondern eher auf offene Rahmenbedingungen setzen.

Eine entsprechende Verordnung werde gerade im Bundeswirtschaftsministerium erarbeitet. „Ein wichtiger Punkt wird dabei sein, wie die Qualität der akzeptierten Weiterbildungsveranstaltungen sichergestellt werden kann“, so Rottenbacher. (jb)

Foto: Christof Rieken

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