Anzeige
20. März 2018, 11:39
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

34f-Vertrieb: Noch kein Groko-Kahlschlag

Votum-Chef Martin Klein rechnet nicht damit, dass der freie Vertrieb schon im Rahmen der MiFID-II-Umsetzung unter die Aufsicht der BaFin gestellt wird. Es bleibt zu hoffen, dass er Recht behält. Der Löwer-Kommentar

FSonntag CashMagazin 001 0A3A2596 Pp in 34f-Vertrieb: Noch kein Groko-Kahlschlag

“Die freien Finanzdienstleister werden schon mit der Anpassung der FinVermV an die MiFID II ausreichend zu tun haben.”

Er erwarte den Entwurf für die Neufassung der Finanzanlagenvermittlungsverordnung (FinVermV) Anfang April oder vielleicht sogar noch vor Ostern, sagte Klein, geschäftsführender Vorstand des Vertriebsverbands Votum, am vergangenen Donnerstag auf einer Veranstaltung des Vertriebspools Bit Treuhand.

Die FinVermV-Novelle ist lange überfällig, weil die EU-Finanzmarktrichtlinie MiFID II auch für Vermittler mit Erlaubnis nach Paragraf 34f Gewerbeordnung (GewO) umgesetzt werden muss und dafür eigentlich nur bis zum 3. Januar 2018 Zeit war. Entsprechend zügig muss die neue Regierung sich nun ans Werk machen.

Nach seinen Informationen aus Verwaltungskreisen wird der FinVermV-Entwurf voraussichtlich noch keine Vorschriften in Richtung einer Aufsicht durch die Finanzaufsicht BaFin enthalten, auch keinen ersten Schritt dazu, sagte Klein vor den etwa 120 Gästen der Bit-Tagung – zum großen Teil 34f-Finanzdienstleister – in Frankfurt.

Auch BaFin wohl überrumpelt

Ein solcher Schritt steht im Raum, weil der Koalitionsvertrag der neuen Regierung die Ankündigung enthält, dass die Aufsicht über die freien Finanzanlagenvermittler „schrittweise auf die BaFin übertragen“ werden soll.

Selbst einige Finanzfachleute aus den Regierungsparteien seinen überrascht gewesen, dass der Passus im Koalitionsvertrag steht, sagte Klein. So findet sich die Ankündigung dort nicht im Bereich „Finanzen“, sondern viele Seiten später unter der Überschrift „Verbraucherschutz“.  Auch die BaFin selbst, die bislang wenig Interesse an der schon öfters diskutierten Aufsicht über die freien Vermittler gezeigt hat, war wohl überrumpelt.

Ob und gegebenenfalls wie das Vorhaben umgesetzt wird, sei noch völlig offen, so Klein. „In diesem Jahr wird sich sicher nichts tun“, sagte er, „wahrscheinlich die nächsten zwei Jahre nicht.“ Alles Weitere wäre Kaffeesatz-Leserei.

Seite 2: Keine Panik

Weiter lesen: 1 2 3

Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 05/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Arbeitskraftabsicherung – Private Equity – Büroflächenmangel – Datenschutz

Rendite+ 1/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Marktreport Sachwertanlagen – Windkraft – Vermögensanlagen – Bitcoin & Co.

Ab dem 22. März im Handel.

Versicherungen

Versicherer: Pessimistische Sicht auf Investmentumfeld

Der Anstieg von Inflation und Leitzinsen verunsichert in der Versicherungsbranche derzeit viele. Das belegen auch die aktuellen Ergebnisse der globalen Versicherungsstudie “Foggier as We Climb” von Goldman Sachs Asset Management (GSAM).

mehr ...

Immobilien

Studie: Mehrgenerationenhäuser immer beliebter

Früher oder später muss sich jeder mit der Frage auseinandersetzen, wie er oder sie im Ruhestand wohnen möchte. Wie aus einer aktuellen Umfrage der BHW Bausparkasse hervorgeht, bewegt sich der Trend dabei weg von den traditionellen Wohnformen.

mehr ...

Investmentfonds

Dax: Anteil deutscher Anleger sinkt

Die Dax-Konzerne gehören zu gut einem Drittel deutschen Aktionären, betrachtet man nur Privatanleger, sind es lediglich elf Prozent. Eine Studie von EY hat die Aktionärsstruktur der 30 Unternehmen untersucht und beantwortet, wer am meisten von den Ausschüttungen an ihre Aktionäre profitiert.

mehr ...

Berater

Ex-Sparkassenchef muss doch nicht vor Gericht

Der ehemalige Sparkassenpräsident Georg Fahrenschon muss doch nicht vor Gericht. Der frühere bayerische Finanzminister soll per Strafbefehl zu 140 Tagessätzen wegen Steuerhinterziehung verurteilt werden, wie Oberstaatsanwältin Anne Leiding ankündigte. Darauf hätten sich die beteiligten Parteien in einem Rechtsgespräch geeinigt.

mehr ...

Sachwertanlagen

HSH-Abwicklungsbank sieht Schifffahrtskrise durchschritten

Die Abwicklungsgesellschaft der Länder Hamburg und Schleswig-Holstein für faule Schiffskredite der HSH Nordbank hat im Jahr 2017 einen Verlust von 44,4 Millionen Euro gemacht und damit das Minus deutlich reduziert.

mehr ...

Recht

Bürgschaften sind keine nachträglichen Anschaffungen

Wird ein Gesellschafter im Insolvenzverfahren als Bürge für Verbindlichkeiten der Gesellschaft in Anspruch genommen, so kann er dies nicht mehr als nachträgliche Anschaffungskosten werten und somit auch nicht mehr steuermindernd geltend machen. Dies entschied der Bundesfinanzhof (BFH) in einem aktuellen Urteil (Aktenzeichen: IX R 36/15). Gastbeitrag von Holger Witteler, Kanzlei Husemann, Eickhoff, Salmen & Partner

mehr ...