Bundesregierung warnt Banken vor hartem Brexit

Die Bundesregierung mahnt die Finanzbranche, sich trotz jüngster Lichtblicke bei den Brexit-Verhandlungen auf einen möglichen ungeregelten Austritt Großbritanniens aus der EU einzustellen.

Großbritannien will die EU am 29. März 2019 verlassen und verhandelt seit mehr als einem Jahr mit Brüssel über die Bedingungen.

Jeder müsse sich darauf einstellen, dass es möglicherweise am 29. März einen harten Brexit gebe, sagte Finanz-Staatssekretär Jörg Kukies (SPD) am Montag bei einem Bankenkongress in Frankfurt. Jeder tue gut daran, dafür gerüstet zu sein.

Abgesehen von den Vorbereitungen für einen harten Brexit sollte es laut Kukies aber darum gehen, die Regelungen für künftige Finanzgeschäfte zwischen Großbritannien und der verbleibenden EU auf sichere Füße stellen.

Märkte zeigen Vertrauen

Dabei will er erreichen, dass deutsche Pfandbriefbanken, die stark in Großbritannien engagiert sind, dort auch nach dem Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU aktiv bleiben dürfen. Auch für Clearingstellen von EU-Banken in London rechnet er mit einer Lösung.

Die verhältnismäßige Ruhe an den Finanzmärkten wertete Kukies als Vertrauensbeweis. „Die Märkte nehmen uns ab, dass wir die Risiken gut im Griff haben.“

Seite zwei: Kein Rosinenpicken für die Briten

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