„Die Branche vom Makel des Produktverkaufs wegführen“

Das DIN-Regelwerk für eine am Kundenbedarf ausgerichtete Finanzanalyse, die DIN-Norm 77230, ist nach Ansicht des Bundesverbandes Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) verabschiedungsreif und soll voraussichtlich Ende des Jahres in Kraft treten.

BVK-Präsident Michael H. Heinz

„Wir erwarten dann von allen Beteiligten im Markt, die für sich eine qualitätsorientierte Finanzberatung in Anspruch nehmen, dass sie ihre Finanzanalysen auf der Basis dieser DIN-Norm 77230 vornehmen“, sagte BVK-Präsident Michael H. Heinz. „Denn das ist der geeignete Weg, um die Branche vom Makel des Produktverkaufs wegzuführen und nachprüfbare und entwickelte Qualität zu implementieren.“

Mit der Einführung der DIN-Norm 77230 für die Finanzanalyse verbindet der BVK eine objektivere Beratung auf der Grundlage professionell ausgearbeiteter Richtlinien. Das soll helfen, den Grundsatz der EU-Versicherungsvertriebsrichtlinie IDD zu erfüllen, dass Kunden in ihrem bestmöglichen Interesse zu beraten sind.

Einlassungen möglich

Die DIN-Norm wurde von Vermittlerverbänden, Versicherern, Banken und Verbraucherschützern in rund 30 mehrtägigen Arbeitssitzungen ausgearbeitet, an der auch der BVK in Person von Vizepräsident Andreas Vollmer teilnahm. In rund 20.000 Stunden hätten die Mitglieder des DIN-Normenausschusses Kriterien, Definitionen und Formulierungen für eine Basis-Finanzanalyse für Privathaushalte entwickelt, so der BVK. Bis zum Herbst haben interessierte Kreise nun Zeit, dem Ausschuss qualifizierte Einlassungen zukommen zu lassen. (kb)

Foto: BVK

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