9. August 2019, 10:33
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Beim Kunden punkten

Erfüllt ein Versicherungsmakler seine Betreuungspflichten, stärkt er damit das 
Vertrauensverhältnis gegenüber seinem Kunden. Gerade am Beispiel Run-off in der 
Lebensversicherung wird klar, wie aktive Beratung gewinnbringend für alle Seiten wirken 
kann – denn wer die Lebensversicherung einfach kündigt, hat in jedem Fall verloren. 
Es gibt diverse Möglichkeiten zur effektiven Stornovermeidung. Gastbeitrag von Efstratios Bezas, stellvertretender Leiter Vertrieb bei Policen Direkt

Efstratios Bezas-Kopie in Beim Kunden punkten

Efstratios Bezas, stellvertretender Leiter Vertrieb bei Policen Direkt

Mit der neuen Vermittlerrichtlinie im Zuge der IDD-Umsetzung muss der Vermittler laut Paragraf 7b Versicherungsvertragsgesetz (VVG) den Versicherten mindestens einmal pro Jahr darüber informieren, ob ein möglicherweise vor Jahren abgeschlossene Vorsorgeprodukt noch zu den aktuellen Bedürfnissen passt oder eventuell Anpassungsbedarf besteht. Diese Pflichten bieten durchaus Möglichkeiten: Als treuhänderischer Sachwalter des Kunden kann ein Makler diese in den Beratungszyklus integrieren und damit das Kundenvertrauen stärken für ein möglichst umfassendes Mandat. Aktuelle Themen wie die Solvenzquoten oder der Run-off können zum Anlass dienen, die Kunden direkt, per Mail oder Newsletter zu kontaktieren.

Gerade im Umfeld Altersvorsorge droht Falschberatung im Sinne des Paragrafen 61 VVG, wenn Makler aus diesem Grund beispielsweise Umdeckung von Lebensversicherungsverträgen anregen. Ein externer Run-off stellt keinen Grund dar, Verträge vorzeitig zu beenden, denn Versicherte dürfen nicht schlechter 
als vorher gestellt sein. Für den Schutz der Versicherten hat die 
Finanzaufsicht BaFin die Einhaltung des Paragrafen 13 des Versicherungsaufsichtsgesetzes (VAG) zu gewährleisten.

Darum ist Vorsicht geboten bei aktuellen Angeboten für „Run-off-Geschädigte“. Hier wird offen geworben mit dem Neuabschluss eines fondsgebundenen Produktes. Entspricht das tatsächlich den Anlagepräferenzen des Kunden?

Viele Verbraucher denken dennoch über eine Kündigung ihrer hochverzinsten Altverträge nach. Sehr oft geht es bei der vorzeitigen Beendigung um Liquiditätsbedarf wegen Schuldenabbau, Immobilienkauf, Krankheit, Arbeitslosigkeit oder anderen besonderen Investitionen. Welche Möglichkeiten hat der Versicherte konkret und was bedeutet das für eine Best-Advice-Beratung? Wer die Lebensversicherung beim Versicherer einfach kündigt, hat schon verloren. Er bekommt den aktuellen Rückkaufswert inklusive Stornoabzug und verzichtet auf weiteren Mehrwert.

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