17. Juli 2019, 09:18
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Blockchain: Den Anschluss verloren

Während der Fußball-Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr zeigte sich, dass Deutschland momentan im viel zitierten Lieblingssport nur noch zum unteren Durchschnitt gehört. Neue Ansätze sollen die entstandene Lücke zur Weltspitze wieder schließen. Ähnlich verhält es sich im Bereich Wirtschaft: Was beispielsweise das Thema Blockchain betrifft, gilt es für die Bundesrepublik noch einiges nachzuholen. Ein Kommentar von Matthias Strauch, Vorstand der Intervista AG.

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Matthias Strauch, Vorstand der Intervista AG.

Nur knapp zwei Prozent aller Unternehmen ab 50 Mitarbeiter setzen schon auf die Technologie zur gesicherten Verarbeitung und Prüfung von Datentransaktionen. Jeder dritte Betrieb sieht die deutsche Wirtschaft im weltweiten Vergleich beim Thema Blockchain nur unter den Nachzüglern – etwa die Hälfte ordnet sie lediglich im Mittelfeld ein.

„Hier besteht noch Nachholbedarf. In diesem Zusammenhang rücken allerdings rechtssichere intelligente Verträge – sogenannte Smart Contracts – in den Fokus. Diese funktionieren auch ohne Blockchain-Technologie und helfen Unternehmen und Anbietern, zum Beispiel ihre Vertriebskanäle zu digitalisieren“, erklärt Matthias Stauch, Vorstand der INTERVISTA AG. Somit spielen solche Lösungen gerade für den Vertrieb eine wichtige Rolle.

Über das Experimentieren hinausdenken

Moderne Tools und innovative Möglichkeiten eröffnen neue Chancen für die deutsche Wirtschaft. Viele Technologien haben allerdings noch nicht ihr vollständiges Potenzial erreicht und bedürfen nach wie vor einen gewissen Feinschliff. Zu den wichtigsten Faktoren bei der angestrebten Nutzung etwa der Blockchain zählen Effizienzsteigerung und Vertrauensbildung – beispielsweise möchten 87 Prozent der entsprechenden Nutzer, Planer und Diskutierer mit einem Einsatz ihre Wirtschaftlichkeit erhöhen.

Auch intelligente Vertriebsplattformen tragen zur Erreichung solcher Ziele bei. An einer flächendeckenden Umsetzung arbeiten etwa große Konzerne der Automobilindustrie.

„Mit den Smart Contracts geht Rechtssicherheit einher und die intelligenten Verträge können beliebig komplex sein. Ihre Basis haben sie in einem Quellcode, der eine automatisierte Prüfung auf Rechtssicherheit initiiert und Vertriebskanäle optimiert. Die Einspeisung von Informationen in abgesicherte Netzwerke und verifizierte Rechenzentren erfolgt dabei kryptografisch geschützt“, erläutert der IT-Experte.

Auf diese Weise entfällt die menschliche Schnittstelle zur Überprüfung und Verifizierung der jeweiligen Vertragsbedingungen.

So simpel und doch so effektiv

Smart Contracts setzen dort an, wo häufig der Schuh drückt: Prozesse gilt es zu vereinfachen und zu beschleunigen, ohne dabei den Kunden zu beeinträchtigen. In der Vergangenheit war häufig eine schriftliche Bestätigung aller Vertragsteilnehmer notwendig, wenn es zum Beispiel um den Abschluss einer Versicherung ging. Die intelligenten Verträge vermindern das Fehlerpotenzial, holen Vorgänge nach oder simplifizieren sie.

„Über das Smartphone bekommt der Kunde eventbasiert Hinweise auf Optionen für zu buchende Leistungen. Per Anruf, SMS, E-Mail oder direkt über das Smartphone nimmt er dann die Dienste über eine rechtssichere Multikanalkommunikation in Anspruch“, so der INTERVISTA-Vorstand.

„Zu den weiteren Pluspunkten der Smart-Contract-Technologie zählen effektiv automatisierte Abläufe und das flexible Anbieten von Produkten. Darüber hinaus zeichnet sich dieser Ansatz durch eine einfache und komfortable Vertragsabwicklung aus.“

Neben den Anbietern profitieren von einer solchen Technologie vor allem die Verbraucher: Ihr begrenztes Zeitkonto erfährt weniger Belastung und der Weg zum erfolgreichen Vertragsabschluss gestaltet sich deutlich einfacher.

 

Foto: Intervista AG

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