Dekabank: Michael Rüdiger präsentiert letztmalig Bilanz

Dekabank-Chef Michael Rüdiger will sich mit einer soliden Bilanz verabschieden. Trotz eines Einbruchs beim Fondsabsatz hatte sich Rüdiger im November zuversichtlich gezeigt, dass das Wertpapierhaus der Sparkassen das Jubiläumsjahr 2018 mit einer Gewinnsteigerung abschließen werde.

Michael Rüdiger verlässt die Dekabank auf eigenen Wunsch vorzeitig zum Jahresende 2019.

Die Bilanz für das vergangene Jahr legte das Institut heute in Frankfurt vor. Die Dekabank hat demnach trotz eines Einbruchs beim Fondsabsatz in ihrem Jubiläumsjahr 2018 den Gewinn leicht gesteigert.

Das wirtschaftliche Ergebnis lag mit 451,8 Millionen Euro knapp über dem Vorjahreswert von 448,9 Millionen Euro, wie das Wertpapierhaus der Sparkassen mitteilte.

Beim Vertrieb von Fonds und Zertifikaten konnte die Deka im abgelaufenen Jahr nicht an den Rekordabsatz des Vorjahres anknüpfen. Mit rund 11,8 Milliarden Euro sammelte das Institut weniger als halb so viele frische Gelder ein wie ein Jahr zuvor (rund 25,7 Milliarden Euro).

Neuer Vorstandschef ab 2020

„Das wirtschaftliche Ergebnis der Deka-Gruppe bewegt sich seit Jahren auf hohem Niveau und zeigt die Stabilität unseres Geschäftsmodells“, bilanzierte Rüdiger. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet die Deka-Gruppe ein wirtschaftliches Ergebnis auf dem Niveau des Vorjahres.

Im Gesamtjahr 2017 hatte die Kernkennzahl des Instituts bei rund 449 Millionen Euro gelegen. Die Dekabank, die zu 100 Prozent den Sparkassen gehört, vertreibt unter anderem Fonds und Zertifikate über die Sparkassen. 2018 war das 100-jährige Bestehen des Instituts gefeiert worden.

Vorstandschef Rüdiger (55) verlässt die Dekabank auf eigenen Wunsch vorzeitig zum Jahresende 2019. Nachfolger wird zum 01. Januar 2020 der derzeitige Vize Georg Stocker (54). Der frühere Credit-Suisse-Manager Rüdiger führt den Vorstand der Deka seit November 2012. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

 

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