Deutsche Bank und Commerzbank: Widerstand gegen Fusion wächst

Die Dauerspekulationen über eine mögliche Fusion von Deutscher Bank und Commerzbank rufen Kritiker auf den Plan. Hauptsorge: Ein Zusammenschluss würde Zehntausende Arbeitsplätze kosten.

Die Widerstände gegen einen möglichen Zusammenschluss von Deutscher Bank und Commerzbank wachsen.

„Die beiden Banken haben aus meiner Sicht viel zu viele überlappende Geschäftsfelder, als dass ein Zusammenschluss Sinn machen würde“, sagte der Vize-Präsident der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW), Klaus Nieding, am Mittwoch in Frankfurt.

Er halte eine solche „politisch offenbar gewollte Fusion“ wirtschaftlich für unsinnig. Ein Zusammenschluss „würde nur auf dem Rücken der Arbeitnehmer ausgetragen“, warnte Nieding.

Zu befürchten wäre nach seiner Einschätzung der Abbau Zehntausender Arbeitsplätze. Ende 2018 beschäftigten die beiden Banken zusammen gut 133.000 Vollzeitkräfte.

Scholz will starke Banken

Die DSW vertritt bei den Hauptversammlungen von Deutscher Bank und Commerzbank in der Regel einstellige Prozentsätze von Stimmrechten.

Seit Monaten wird über eine Fusion der beiden Privatbanken spekuliert. Immer wieder bekräftigten Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) und sein Staatssekretär, der ehemalige Goldman-Sachs-Deutschlandchef Jörg Kukies: Deutschland brauche starke Banken.

Scholz hatte am Montag gesagt, es gebe Beratungen über die aktuelle Situation, die Bundesregierung sei „ein fairer Begleiter von privatwirtschaftlichen Diskussionen“.

Seite zwei: Bund hält seit Finanzkrise Anteile an Commerzbank

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