29. Mai 2019, 13:50
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Drei Fragen an: Helge Lach, stellvertretender Vorsitzender des BDV

Der Bundesverband Deutscher Vermögensberater (BDV) hat in dieser Woche das Deutsche Institut für Vermögensbildung und Alterssicherung (Diva) gegründet. Cash. sprach mit Dr. Helge Lach, stellvertretender Vorsitzender des BDV und geschäftsführender Direktor des Diva, über die Ziele des Instituts und den geplanten Provisionsdeckel in der Lebensversicherung.

DIVA-Bild-1 in Drei Fragen an: Helge Lach, stellvertretender Vorsitzender des BDV

Die neue Forschungseinrichtung wird als sogenanntes “An-Institut” an der Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW) mit Hauptsitz in Paderborn geführt. Von links: Helge Lach, Georg Herrmann (Geschäftsführer FHDW) und Professor Dr. Andreas Brandt (Campusleiter FHDW Mettmann-Marburg)

Was soll das neue Institut leisten?

Lach: Das Diva soll ganz gezielt mit wissenschaftlichen Methoden aktuelle Fragestellungen aus der Finanzwirtschaft bearbeiten. Die Ergebnisse richten sich an die Branche, die Politik und teilweise auch an die Medien und den Verbraucher. Im Fokus stehen dabei die Themen Altersvorsorge und Vermögensaufbau.

Das Institut will sich auch Fragen der Regulierung der Finanzmärkte widmen. Drohen nach der Europawahl neue Regulierungsmaßnahmen auf europäischer Ebene?

Lach: Auf europäischer Ebene steht derzeit mit Blick auf die Finanzwirtschaft vor allem das Thema “sustainable finance” (Nachhaltigkeit) auf der Agenda, das sich weitgehend auf Produkte und Beratung auswirken wird. Darüber hinaus gibt es eine ganze Reihe nationaler Regulierungsthemen, die derzeit in den zuständigen Bundesministerien bearbeitet werden.

Dazu gehört auch der Provisionsdeckel in der Lebensversicherung, der im kommenden Jahr eingeführt werden soll. Union und SPD scheinen sich dabei allerdings nicht ganz einig zu sein. Sehen Sie noch Möglichkeiten, den Deckel zu verhindern?

Lach: In der Stellungnahme unseres Verbandes zum Referentenentwurf haben wir uns klar und deutlich gegen einen solchen Deckel ausgesprochen. Bislang bleibt das zuständige Bundesfinanzministerium überzeugende Antworten auf die Fragen nach der Notwendigkeit und Wirkung eines Provisionsdeckels schuldig. Darüber hinaus enthält der Referentenentwurf eine ganze Reihe völlig unzumutbarer bürokratischer Belastungen für die Vermittler und Versicherer. Wir gehen davon aus, dass insbesondere die Mitglieder des CDU/CSU-Fraktion diese Themen sehen und deshalb die Kollegen des Koalitionspartners in ihrem Vorhaben nicht uneingeschränkt unterstützen. Wie diese Diskussion am Ende ausgeht, ist schwer einschätzbar. (kb)

Foto: BDV

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