9. Juli 2019, 10:00
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Innovation: Großes Engagement wird im Alltag zügig ausgebremst

In Zeiten von hohem Wettbewerbsdruck, Digitalisierung und sich schnell ändernden Kundenanforderungen sind Innovationen eine wichtige Voraussetzung für den wirtschaftlichen Erfolg, darin sind sich die Führungskräfte deutscher Firmen einig. 84 Prozent der Teilnehmer an der AXXCON-Studie zur Innovationskultur sagen, dass Innovationen bei der Digitalisierung wichtig sind. Warum es vielen an Richtung und Konsequenz dazu fehlt.

Ohne-Titel-10 in Innovation: Großes Engagement wird im Alltag zügig ausgebremst

In der aktuellen Studie der Unternehmensberatung AXXCON “Innovationskultur in deutschen Unternehmen: Halbherzige Initiativen oder ambitioniert in die Zukunft?” erklären 84 Prozent der 200 befragten Geschäftsführer, IT-Leiter und Verantwortlichen für das Business Development aus verschiedenen Branchen, dass Innovationen in ihrem Unternehmen eine sehr große oder eher große Rolle spielen.

“Innovation ist ein Trendthema”

Allerdings – so zeigen die Ergebnisse der Umfrage ebenfalls deutlich – fehlt es den Firmen bei der Umsetzung dieser Erkenntnis an Konsequenz und einer stringenten Ausrichtung.

So haben weniger als ein Drittel der Unternehmen ihre Zielsetzung für den aktuell verfolgten Innovationsansatz vorab klar definiert. 68 Prozent der Befragten erklären stattdessen, die Zielsetzung habe sich eher im Laufe der Zeit ergeben.

“Innovation ist ein Trendthema”, kommentiert Stefan Jaschke, Partner bei der Unternehmensberatung AXXCON, diese Zahlen. Allein deshalb würden viele Unternehmen entsprechende Initiativen starten. Teilweise jedoch nur halbherzig, denn die bloße Einrichtung eines Innovationlabs als “Showcase” erbringt noch keine Innovationen. Ohne klare Stoßrichtung und Innovationstätigkeit sei ein Erfolg jedoch fraglich.

Nur die Hälfte der Unternehmen verfügt über einen eigenen Innovationsbereich

Ebenfalls für eine oftmals halbherzige Vorgehensweise beim Thema Innovation spricht: Lediglich die Hälfte der befragten Unternehmen verfügt über einen eigenen Bereich, in dem das Thema Innovation organisatorisch verortet ist. An diesem Punkt hängen die Antworten jedoch stark von der Unternehmensgröße ab.

Von den Firmen mit einem Umsatz unter 100 Millionen Euro haben sogar 63 Prozent keinen eigenen Bereich, bei den Unternehmen mit einem Umsatz von mehr als 500 Millionen Euro sind es lediglich 26 Prozent. Insgesamt gibt es in 31 Prozent der Unternehmen ein eigenes abteilungsübergreifendes Team, das sich um das Thema Innovation kümmert.

19 Prozent haben eine eigene Abteilung, 14 Prozent eine Stabsstelle und zwei Prozent eine eigens dafür gegründete Firma (Mehrfachnennungen waren möglich). “Welche Organisationsform idealerweise gewählt wird, hängt von den individuellen Gegebenheiten im Unternehmen ab”, erklärt Jaschke.

Basis ist eine klare Absprache zu Verantwortungen

“Auf jeden Fall aber sollte auch in kleineren Unternehmen die Verantwortung für das Thema eindeutig geklärt sein.” Die Studie zeigt: Unternehmen, die einen eigenen Innovationsbereich haben, messen Innovationen insgesamt eine höhere Bedeutung zu.

 

Seite 2: Warum die Ergebnisse auf sich warten lassen

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