9. August 2019, 10:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Mut zum Nein: Als Nein-Sager zu mehr Umsatz

Worin unterscheiden sich erfolgreiche Finanzberater vom Durchschnitt? In ihrer Fähigkeit „Nein“ zu sagen – zu Kunden, zu Produkten und zu Aufgaben, die sie vom Aufstieg ablenken. Das gibt ihnen Zeit und Energie für den Sturm auf den Umsatz-Gipfel. Teil eins des Gastbeitrags von Marcus Renziehausen.

Renziehausen-3 in Mut zum Nein: Als Nein-Sager zu mehr Umsatz

Marcus Renziehausen, Vorstandsvorsitzender bei der The Engineers of Finance AG

Als Berater unterwegs zu sein, der jährlich weniger als 50.000 Euro brutto verdient, macht keinen Spaß – von der Wirtschaftlichkeit mal ganz zu schweigen.

Bei Einnahmen zwischen 50.000 und 100.000 Euro kommen die meisten Finanzprofis irgendwie über die Runden. Aber auch sie sind weit von dem Erfolg entfernt, den sie sich wünschen.

Dabei ist es gar nicht so schwer, als Finanzberater an die Spitze zu kommen. Das Vermögen der Deutschen ist rasant gestiegen.

Mehr Umsatz durch Kundengewinnung?

2017 erreichte das Privatvermögen mit 5,8 Billionen Euro ein Rekordhoch. Parallel sank die Anzahl der Finanzberater. Das Potenzial liegt also auf der Straße.

Doch folgender Irrglaube führt viele Berater in den Arbeitswahnsinn: mehr Kunden gleich mehr Umsatz. Das stimmt so nicht.

Echter Erfolg funktioniert anders. Wie wäre es mit: weniger Kunden, mehr Umsatz! Klingt gut, oder? Damit Ihnen das gelingt, sollten Sie zum Nein-Sager werden. Und so geht’s!

Produktbauchladen? – Nein, danke!

Die Basis für kluges Nein-Sagen ist das Ziel. Wer nicht weiß, wo es hingehen soll, läuft im Grunde immer Umwege.

Dieses Gipfelkreuz setzt sich aus mehreren Hölzern zusammen: Wo will ich finanziell hin? Wie viel Stunden will ich dafür pro Woche arbeiten? Und wie wichtig ist mir mein Ansehen?

Wer das für sich geklärt hat, konzentriert sich auf Produkte, die das ermöglichen. Kollege Schuster hat sich beispielsweise als Ziel gesetzt, jährlich 200.000 Euro wiederkehrende Einnahmen zu generieren.

Am meisten Potenzial sieht er dafür im Investmentgeschäft. Gleichzeitig war diese Sparte schon immer sein persönliches Steckenpferd. Perfekte Kombi!

Bleiben Sie fokussiert!

Andere Berater erreichen ihr Ziel vielleicht über andere Bereiche. Der entscheidende Schritt bleibt derselbe: den Mut aufzubringen, keine anderen Produkte mehr außerhalb der eigenen Kernsparte zu verkaufen.

In Schusters Fall hieße das: Adieu Baufinanzierung, keine Haftpflicht-Peanuts mehr, Schluss mit Hausrat-Ärger. Wer mehr Investmentgeschäft haben möchte, sollte sich auch auf Investment fokussieren. Ganz einfach.

Die Sparte ist im Grunde egal, das Nein ist der Casus knacksus. Natürlich gelingt diese Umstellung nicht über Nacht. Und niemand straft Sie ab, wenn Sie doch Sachgeschäft machen.

Sie sollten sich nur im Klaren sein: Beim Aufstieg zum Investment-Gipfel wäre eine Kfz-Haftpflicht wie Blumenpflücken am Wegesrand – ganz nett, tut keinem weh, aber es bringt sie auch nicht nach oben.

Foto: Marcus Renziehausen

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Wie viel verdient man in der Ausbildung?

Bankkauffrau, Konditor, Friseur oder Maurerin: Mit dem Schulabschluss in der Tasche beginnt für viele junge Menschen in der Ausbildung ein neuer Lebensabschnitt. Und mit ihm füllt sich meistens zum ersten Mal das eigene Konto. Vorbei sind die Zeiten, in denen man sparsam mit dem Taschengeld der Eltern sein musste. Doch wie viel Geld verdient man während der Ausbildung eigentlich? Und was tun, wenn das Geld nicht reicht? Antworten auf die wichtigsten Fragen.

mehr ...

Immobilien

Renovieren: BGH nimmt Vermieter und Mieter in die Pflicht

Langjährige Mieter können ihren Vermieter zum Renovieren verpflichten, müssen sich aber an den Kosten beteiligen. Voraussetzung ist außerdem, dass sich der Zustand der Wohnung seit Einzug deutlich verschlechtert hat.

mehr ...

Investmentfonds

Reges Interesse an Unternehmensteilen von Wirecard

Für die Teile des insolventen Zahlungsabwicklers Wirecard gibt es nach Angaben des vorläufigen Insolvenzverwalters ein reges Interesse unter Investoren.

mehr ...

Berater

Wie lange hält Urlaubsanspruch? Richter wenden sich an EuGH

Um über die Dauer von Urlaubsansprüchen bei Arbeitnehmern mit Langzeitkrankheit urteilen zu können, hat das Bundesarbeitsgericht den Europäischen Gerichtshof um eine Vorabentscheidung gebeten.

mehr ...

Sachwertanlagen

Zweitmarkt: Umsatz gestiegen, Kurse gefallen

Die Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG verzeichnet im Juni bezüglich der Anzahl der Transaktionen und des Nominalumsatzes eine leichte Belebung des Zweitmarkts für geschlossene Fonds. Der Durchschnittskurs sank hingegen zum dritten Mal in Folge.

mehr ...

Recht

Weiterbildung in Zeiten von Covid-19

Die Corona-Pandemie hat das Interesse der Versicherungsvermittler an der Nutzung der Möglichkeiten digitaler Weiterbildung gesteigert, um so sicherzustellen, dass das gesetzliche Pflichtsoll von mindestens 15 Stunden Weiterbildungszeit pro Jahr erfüllt wird. Doch nicht jedes Webinar erfüllt die Voraussetzungen, die für eine Anrechenbarkeit im Rahmen der gesetzlichen Weiterbildungspflicht gefordert sind. Gastbeitrag von Rechtsanwalt Jürgen Evers

mehr ...