16. Oktober 2019, 09:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Neuer Ärger für Deutsche Bank

Die Deutsche Bank sieht sich mit neuen Vorwürfen zu früheren Geschäften in China konfrontiert. In den Jahren 2002 bis 2014 soll sich Deutschlands größtes Geldhaus mit Hilfe von Geschenken und Gefälligkeiten Zugang zu führenden Politikern und Managern in China verschafft haben, berichten “Süddeutsche Zeitung”, WDR und “New York Times” unter Berufung auf eine Auswertung von bankinternen Unterlagen.

62093944 in Neuer Ärger für Deutsche Bank

Die Auswertung der Unterlagen werfe den Verdacht auf, dass Schmiergeld bis in die Familie des damaligen Premierministers Wen Jiabao geflossen sei, heißt es in den Medienberichten.

Den Medienberichten zufolge gab die Deutsche Bank bei einer Untersuchung der US-Wertpapieraufsicht SEC zu Vorgängen in China möglicherweise nicht alle internen Ermittlungsergebnisse weiter. Die SEC hatte im August mitgeteilt, dass das Geldhaus im Rahmen eines Vergleichs wegen fragwürdiger Einstellungspraktiken in China 16 Millionen Dollar gezahlt hat.

Die Auswertung der Unterlagen werfe den Verdacht auf, dass Schmiergeld bis in die Familie des damaligen Premierministers Wen Jiabao geflossen sei, heißt es in den Medienberichten. So habe die Deutsche Bank unter anderem versucht, den Weg für ihren Einstieg bei der staatlich kontrollierten Huaxia-Bank im Jahr 2005 zu ebnen.

“Gegenmaßnahmen ergriffen”

Die Deutsche Bank in Frankfurt teilte mit, die Vorfälle reichten bis ins Jahr 2002 zurück und seien “angemessen behandelt” worden: “Die Deutsche Bank führt aus eigenem Antrieb interne Untersuchungen durch, um Fehler und Mängel der Vergangenheit zu identifizieren und zu beheben. Im Ergebnis meldete sie bestimmtes Fehlverhalten den entsprechenden Behörden.”

Richtlinien und Kontrollen seien verbessert worden, erklärte die Deutsche Bank. “Wo Schwachstellen identifiziert wurden, haben wir Gegenmaßnahmen ergriffen.” Zum Vorwurf, die Bank habe ihr vorliegende Informationen möglicherweise unvollständig an die Aufseher weitergegeben, äußerte sich das Institut nicht. (dpa-AFX)

Foto: Picture Alliance 

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Digitalisierung in der bAV: Abwarten ist der schlechteste Ausweg

Die Verwaltung der betrieblichen Altersversorgung (bAV) wird aktuell auf breiter Fläche modernisiert. So verwendet ein Drittel der Unternehmen bis zu 30 Prozent seiner Administrationsbudgets für Digitalisierungsprojekte. Im Vorjahr investierte erst ein Fünftel eine vergleichbare Summe. Dies ergab eine Befragung von 54 Unternehmen durch den bAV-Dienstleister Willis Towers Watson.

mehr ...

Immobilien

Berlin: Zahl der Baugenehmigungen geht drastisch zurück

Die Anzahl der Baugenehmigungen für Eigentumswohnungen in der Hauptstadt ist im direkten Vergleich vom ersten Halbjahr 2018 zum ersten Halbjahr 2019 um 50% gesunken. Das geht aus dem Bautätigkeitsreport Q2-2019 der Ziegert Bank- und Immobilienconsulting GmbH hervor.

mehr ...

Investmentfonds

Impulse mindern Risiken für Japans Wirtschaft

Um einen Konjunktureinbruch nach der Mehrwertsteuererhöhung vom 1. Oktober zu verhindern, hat Japans Regierung bereits eine Reihe von Impulsen gesetzt. Jetzt könnten zusätzliche wirtschaftliche Stimuli folgen. John Vail, Chief Global Strategist bei Nikko AM, beurteilt deren mögliche Wirkung.

mehr ...

Berater

Defino-Chef kritisiert “in sich verkehrten Beratungsansatz”

Defino-Vorstand Dr. Klaus Möller ist in einer Feierstunde des Deutschen Instituts für Normung in Berlin mit dem “Anwenderpreis 2019” ausgezeichnet worden. In seiner Dankesrede kritisierte er die in der Finanzbranche immer noch weit verbreitete, wenig kundenorientierte Definition des Begriffs “Individualität”.

mehr ...

Sachwertanlagen

“Bestes Platzierungsergebnis der Unternehmensgeschichte”

Der Fonds Nr. 42 des Asset Managers ILG ist vollständig platziert. In elf Wochen wurden demnach rund 42,4 Millionen Euro Eigenkapital von privaten und semiprofessionellen Anlegern für den alternativen Investmentfonds (AIF) eingeworben.

mehr ...