9. Oktober 2019, 12:32
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Führungsintelligenz: Ohne Kommunikation ist alles nichts

Agilität heißt, sich ständig verändernden Rahmenbedingungen anzupassen. Flexibilität, Anpassungs- und Veränderungsbereitschaft sind mehr gefragt denn je. Aber Achtung: Dabei dürfen die Menschen nicht auf der Strecke bleiben.

190516 Cash Wittschier024 in Führungsintelligenz: Ohne Kommunikation ist alles nichts

Dr. Bernd Wittschier, 423 BT Beratung und Training für die Wirtschaft GmbH

Der Veränderungsdruck in der Finanz- und Versicherungsbranche steigt. In meinen Coachinggesprächen mit Vorständen, Geschäftsführern und Führungskräften geht es in diesem Kontext so gut wie immer um zwei Herausforderungen: „Wie gelingt es mir als Führungskraft, die Mitarbeiter auf dem Veränderungsweg mitzunehmen?“ Und, meistens noch dringlicher: „Wie stemme ich selbst die Belastungen der Veränderung?“ Denn auch ein Vorstand ist ein Mensch, und damit ein „Gewohnheitstier“ – darum steht er einer Veränderung skeptisch gegenüber. Allerdings: Die Leitenden wissen, dass sie als Vorbilder vorangehen und die Mitarbeiter dazu bewegen müssen, die Notwendigkeit der Veränderung zu akzeptieren und diese umzusetzen. Was also tun?

Changemanagement für Führungskräfte

Beginnen wir mit dem Changemanagement der Führungskräfte, die in der Verantwortung stehen, die Details des Veränderungsprozesses an die Mitarbeiter so zu kommunizieren, dass diese aktiv an der Umsetzung mitwirken und ihre Bedenken über Bord werfen. Damit die Führungskräfte dies leisten können, müssen sie sich erst einmal selbst im Selbstreflexionsprozess mit dem Change auseinandersetzen: „Warum ist er unumgänglich? Warum muss ich mich dafür engagieren, ihn umzusetzen?“

Die Antwort lautet: „Weil die Veränderung zur Erreichung der Unternehmensziele beiträgt. Weil es für die Kunden so am besten ist, weil es Vorteile für sie bringt, weil der Changeprozess hilft, unsere Kundenorientierung zu optimieren und die Kundenzufriedenheit zu steigern, und damit letztendlich Umsatz und Gewinn. Das nutzt letztendlich auch uns, dem Unternehmen, der Abteilung, dem Team, jedem Mitarbeiter!“ Dieses Vorgehen darf als führungsintelligent bezeichnet werden.

Fokussierung auf die Unternehmensziele

Denn Führungsintelligenz heißt, alle Aktivitäten auf die Erreichung der Unternehmensziele zu fokussieren. Ohne diese Fokussierung kann das Unternehmen kaum überleben. Auf der anderen Seite hinterfragen führungsintelligente Leader die Unumgänglichkeit eines Changeprozesses. Ist das wirklich so? Nicht jede Veränderung bedeutet automatisch eine Verbesserung – das überprüft ein Leader, um sich umso vehementer für sie einzusetzen, falls sich die Unumgänglichkeit bestätigt.

Viele der führungsintelligenten Leader, die ich coache, engagieren sich für die Umsetzung einer Veränderung, weil sie damit ihr Unternehmen langfristig am Markt halten und Arbeitsplätze sichern können. Derart motiviert, sind sie bereit und fähig, die Mitarbeiter auf dem Weg zur Veränderung mitzunehmen. Dabei hilft ihnen die Beachtung einiger Prinzipien. Zunächst einmal: Ein führungsintelligenter Leader entwickelt Betroffene zu Beteiligten.

Im intensiven Dialog zeigt er den Mitarbeitern, was die Veränderung für sie bedeutet, und zwar persönlich und beruflich, er spricht mit ihnen über den Nutzen und die Gefahren, die Vorteile und die Nachteile, ehrlich und lösungsorientiert. Das schafft Glaubwürdigkeit und Akzeptanz. Wenn Mitarbeiter einschätzen können, was auf siezukommt, dann sehen sie die Veränderung als Chance und bereiten sich gern darauf vor.

Seite zwei: Widerstände auf jeden Fall ernst nehmen, berücksichtigen und ausräumen

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Thomas-Cook-Kunden sollen Ansprüche beim Insolvenzverwalter anmelden

Das Justizministerium hat Pauschalreise-Kunden der insolventen Thomas Cook aufgefordert, ihre Ansprüche nicht nur bei der Versicherung, sondern auch beim Insolvenzverwalter anzumelden. Das sei Voraussetzung dafür, das versprochene Geld vom Bund zu erhalten, teilte das Ministerium am Freitag mit.

mehr ...

Immobilien

Neues Finanzierungskonzept: Sorgenfrei im Alter

Viele Menschen möchten sich im Rentenalter Wünsche und Träume erfüllen. Die notwendigen Geldmittel stecken dabei oftmals im Eigenheim fest. Um sich mithilfe der Immobilie den Lebensabend zu finanzieren, gibt es gleich mehrere Möglichkeiten. Welche das sind und welche Vor- und Nachteile sie bieten, zeigt der Vergleich der Immobilienverkaufsmodelle.

mehr ...

Investmentfonds

Blockchain: Welche neuen Investment-Chancen die Technologie bietet

Die meisten Anleger verbinden mit „Blockchain“ Kryptowährungen wie Bitcoin & Co. Tatsächlich hat die Blockchain-Technologie als dezentrales, nichtmanipulierbares digitales Datenregister das Potenzial, die gesamte Geschäftswelt umzuwälzen. Welche Vorteile, aber auch Risiken bietet die Blockchain, in welche Unternehmenstypen sollte man investieren? Thilo Wolf von BNY Mellon Investment Management, kennt die Antworten.

mehr ...

Sachwertanlagen

Habona erreicht Vollinvestition des Einzelhandelsfonds 06

Der Frankfurter Fondsinitiator und Asset Manager Habona Invest hat für seinen Einzelhandelsfonds 06 zum Jahresende 2019 sechs weitere Nahversorgungsimmobilien mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von über 44 Millionen Euro und einer Gesamtmietfläche von circa 19.500 Quadratmetern erworben.

 

mehr ...

Recht

Datenkrake Schufa: Was weiß die Schufa?

Die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung, kurz Schufa, hat 360 Millionen Daten von 60 Millionen Deutschen erfasst. Wer einen Handyvertrag abschließt, Miet-, Kauf- oder Leasingverträge unterzeichnet oder einen Kredit aufnimmt, kann von der Schufa erfasst werden. Verbraucher haben nach Artikel 15 der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) einen Anspruch darauf, zu erfahren, welche personenbezogenen Daten gespeichert werden. Was die Schufa weiß und darf.

mehr ...