14. September 2019, 12:00
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Sparzinsen: 0,001 Prozent vom Nullpunkt entfernt

Die Bilanzriesen in Deutschland und ihre Sparzinsen. Zum fünften Mal hat das Fachportal Tagesgeldvergleich.net die Zinsen für Sparbücher und Tagesgelder für die Top 100 der deutschen Banken erhoben. Das Ergebnis: Ernüchternd.

Sparen-Geldanlage in Sparzinsen: 0,001 Prozent vom Nullpunkt entfernt

Der durchschnittliche Zins für ein Tagesgeld lag 2019 erneut bei 0,03 Prozent. Beim Sparbuch gab es mit 0,02 Prozent ebenfalls nichts mehr zu holen.

Bis zu einem Prozent Zinsen waren möglich

Zum Vergleich: 2014 lag der Durchschnittszins des Tagesgelds noch bei 0,34 Prozent und für Sparbücher gab es im Schnitt 0,28 Prozent Zinsen. Damit sackte die Verzinsung beim Tagesgeld in fünf Jahren um 91 Prozent abwärts. Bei Sparbüchern liegt das Minus bei 93 Prozent.

Im Jahr 2019 boten 58 der 100 größten Banken ein Tagesgeld für Privatkunden. Sparbücher wurden von 51 Banken bzw. Sparkassen angeboten. Die Spanne der Neukundenzinsen umfasst beim Tagesgeld 0,00 bis 1,00 Prozent. Sparbücher bieten maximal 0,20 Prozent Zinsen.

„Schöne Ergänzung“ ohne Zins

Lediglich 11 Banken gewähren beim Tagesgeld 2019 noch Zinssätze über 0,01 Prozent. Bei 9 Anbietern mit Tagesgeldkonto gibt es einer Verzinsung erst ab der dritten Nachkommastelle.

„Es mutet aus Sicht der Kunden bisweilen zynisch an, wenn eine Sparkasse bei einem Zinssatz von 0,001 Prozent mit einer ‚schönen Ergänzung zu Ihrem Girokonto‘ wirbt“, so Daniel Franke, Betreiber des Fachportals Tagesgeldvergleich.net. Bei Sparbüchern gibt es 11 Banken bzw. Sparkassen, die im Bereich von 0,001 Prozent unterwegs sind.

Nullzinsen dauerhaft zementiert

Je größer die Bank, desto unwahrscheinlicher ist es, dass noch ein solides Zinsangebot vorhanden ist. In den letzten Jahren sind die Zinssätze der Top 100 Banken praktisch bis zur Nulllinie abgesunken.

„Aufgrund der aktuellen Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) sind diese Nullzinsen praktisch festzementiert“, so Daniel Franke weiter. Wer bessere Zinssätze sucht, müsse sich jenseits der deutschen Grenzen umsehen.

Foto: Shuttertsock

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