13. August 2019, 14:29
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Steuererklärung für Startup-Gründer: So geht’s

Wer ein Startup gründet, hat alle Hände voll zu tun. Produktentwicklung, Vertriebsaufbau sowie Organisation der Mitarbeiter sind nur ein paar Aspekte, welche die volle Aufmerksamkeit benötigen. Ein Gastbeitrag von Tobias Sick, Startup-Steuerspezialist, Steuerberater/Wirtschaftsprüfer und Partner bei H/W/S.

Pressefoto-Tobias-Sick-2019 in Steuererklärung für Startup-Gründer: So geht’s

Tobias Sick,Startup-Steuerspezialist, Steuerberater/Wirtschaftsprüfer und Partner bei H/W/S.

Allerdings müssen auch der rechtliche und in weiterer Folge steuerrechtliche Rahmen bedacht werden, in dem sich das Startup in Zukunft bewegen wird. Dieser Punkt sollte auf keinen Fall unterschätzt werden, schließlich stellt er die Basis aller weiteren Aktivitäten des Unternehmens dar.

Schutz des Vermögens besitzt Einfluss auf die Unternehmensform

Je nachdem, welches Business tatsächlich betrieben wird, können die persönliche Haftung des Unternehmers und der Schutz seines Privatvermögens eine wichtige Rolle bei der Frage der optimalen Rechtsform spielen.

In diesem Fall könnte die GmbH oder (bei wenig vorhandenem Kapital) die sog. UG (Unternehmergesellschaft) eine gute Alternative sein.

Der steuerliche Aspekt folgt auf die jeweils gewählte Rechtsform und diese wiederum ist maßgeblich für die Steuerarten verantwortlich, welche im Laufe der Zeit auf das Unternehmen zukommen. So müssen Kapitalgesellschaften Gewerbe- und Körperschaftsteuer entrichten, wohingegen bei Personengesellschaften (z. B. GbR, OHG, KG) und Einzelunternehmen Gewerbe- und Einkommensteuer anfällt.

Professionelle Beratung zu übergehen, wäre fahrlässig

Sie sehen, es ist absolut elementar, sich mit den Folgen der eigenen Rechtsformentscheidung auseinander zu setzen, da darauf alles andere aufbaut. Wird die falsche Rechtsform gewählt, kann dies massive Auswirkungen auf den Unternehmenserfolg haben.

Eine professionelle Beratung in diesem Stadium nicht in Anspruch zu nehmen, wäre geradezu fahrlässig, zumal die damit verbundenen Beratungskosten steuerlich abzugsfähig sind.

Nur, weil Unternehmer für ihr Business und für ihre Ideen brennen, heißt das nicht, dass sie gleichzeitig Feuer und Flamme für die eigene Buchführung sind. Deshalb wird dieser Punkt gerne vernachlässigt und das böse Erwachen folgt erst viel später, dafür umso heftiger.

 

Seite 2: Worin das eigentliche Problem bei Versäumnissen besteht

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