5. Juli 2019, 10:00
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“Unsere Ergebnisse zeigen, dass die Skill-Angebote auf hohes Interesse stoßen”

Der Siegeszug von Alexa & Co. wirkt sich auch auf die Versicherungsbranche aus. Zum Potenzial sogenannter Versicherer-Skills hat das Marktforschungsinstitut Heute und Morgen eine neue Trendstudie durchgeführt. Cash.Online sprach mit Geschäftsführerin Tanja Höllger.

Portrait Tanja Hoellger-1 in Unsere Ergebnisse zeigen, dass die Skill-Angebote auf hohes Interesse stoßen

Tanja Höllger, Geschäftsführerin bei Heute und Morgen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1. Warum hinken gerade die privaten Krankenversicherer beim Thema Versicherer-Skills hinterher?

Das hat uns bei der Analyse bereits vorhandener Skill-Angebote auch überrascht. Das fragen Sie daher am besten die privaten Krankenversicherer selbst. Gründe, die unmittelbar in der der Zielgruppe der PKV-Versicherten liegen, sehe ich dafür nicht. Im Gegenteil: unsere Ergebnisse zeigen eindeutig, dass die bisherigen Skill-Angebote von Krankenkassen auf hohes Interesse stoßen, auch bei PKV-Versicherten.

Im Vergleich zu bisherigen Skill-Angeboten von Versicherern wird der Mehrwert hier in der Beschreibung bereits besonders deutlich und die Skill-Themen – wie beispielsweise Entspannung, Einschlafhilfen, Demenzhilfen, Transparenz über Leistungen et cetera – treffen den Nerv der Verbraucher oft bereits besser als es bisher angebotene Versicherer-Skills tun. Diese Gesundheitsthemen eignen sich genauso gut für PKV-Versicherte wie für Kassenmitglieder. Kurz: Die privaten Krankenversicherer sollten das Potenzial also ebenfalls nutzen.

2. Wird sich der Abschluss von Versicherungspolicen über Sprachassistenten in absehbarer Zeit durchsetzen / den Großteil aller Abschlüsse ausmachen?

In naher Zukunft sicherlich nicht. Unsere Studie untersucht ja zunächst einmal die prinzipielle Bereitschaft und das Potenzial. Noch sind die Skill-Angebote erst wenig bekannt und werden daher auch kaum genutzt. Es handelt sich also um eine hypothetische Bereitschaft. Immerhin zeigt sich mehr als ein Viertel der Verbraucher, die bereits einen Smart Speaker besitzen oder den Kauf planen, zum Versicherungsabschluss via Sprachassistent bereit. Das ist weit mehr, als wir spontan erwartet hätten.

Beispielsweise bieten die Deutsche Familienversicherung und die Europäische Reiseversicherung bereits einen Direktabschluss via Sprachsteuerung an. Auch die ERGO-Versicherung will nach eigenen Angaben Versicherungen zukünftig verstärkt über Alexa & Co. verkaufen. Es tut sich hier derzeit bereits einiges.

Entscheidend für den Erfolg wird natürlich sein, wie smart und userfreundlich solche Abschlusswege über Sprachassistenten dann final sind – und natürlich auch, wie komplex das Produkt ist. Zum Vergleich: Während ein KFZ-Abschluss mittlerweile von vielen Kunden online getätigt wird, sieht das in der Lebensparte noch ganz anders aus.

 

Seite 2: Was Sprachsteuerung für Vermittler bedeutet

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