3. Juli 2019, 13:47
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Versicherer und Krankenkassen: Großes Potenzial für Marketing und Vertrieb mit „Skills“ für Alexa & Co.

Trotz aller Datenschutzbedenken befinden sich Smart Speaker und digitale Sprachassistenten – wie „Amazon Echo“ und „Alexa“ – auf dem Weg in den Massenmarkt: aktuell besitzen bereits 19 Prozent der Bundesbürger einen Sprachlautsprecher, weitere 24 Prozent planen die Anschaffung. Nutzer und Interessierte kommen aus allen Bevölkerungsgruppen. Weshalb sich der Vertrieb dafür interessieren sollte.

Shutterstock 544461601 Alexa in Versicherer und Krankenkassen: Großes Potenzial für Marketing und Vertrieb mit „Skills“ für Alexa & Co.

Zugleich wächst das Angebot an „Skills“ – kleine Voice-Apps von Drittanbietern, die die Funktionalität der Smart Speaker kontinuierlich erweitern und sich über kurze Sprachbefehle wie „Alexa, starte…“ steuern lassen. Von diesem Trend zu „Voice-Control“ können auch Versicherer, Krankenkassen und private Krankenversicherer profitieren. Voraussetzung dafür sind überzeugende Skill-Entwicklungen und eine deutlich stärkere Kommunikation des Angebots in den relevanten Zielgruppen.

Dies zeigt die aktuelle Trendstudie «Alexa, starte Versicherer-Skill… – Wie Versicherer und PKV/GKV von Skills für Smart Speaker profitieren können» des Marktforschungs- und Beratungsinstituts HEUTE UND MORGEN. Über 1.000 Bundesbürger – jeweils 500 Nutzer und 500 Interessierte von Smart Speakern – wurden ausführlich zu bevorzugten „Skill“-Anwendungen im Versicherungsbereich befragt. Zugleich wurden 12 bereits auf dem Markt befindliche „Skills“ von Versicherern und Krankenkassen einem Vergleichstest unterzogen.

„Smart Speaker sind längst kein Nischenprodukt mehr und können sich neben dem Smartphone schon bald zu einem zentralen Bedienterminal im digitalen Verbraucheralltag entwickeln“, sagt Tanja Höllger, Geschäftsführerin bei HEUTE UND MORGEN. „Versicherer und Krankenkassen sollten hierauf mit entsprechenden Strategien und attraktiven Skill-Angeboten vorbereitet sein.“

Bevorzugte Funktionalitäten von „Versicherer-Skills“

Als besonders interessant für sprachgesteuerte Versicherer-Skills erachten die Smart-Speaker- Nutzer vor allem ganz konkrete Hilfestellungen in Versicherungsfragen –
allen voran Anleitungen zu Schadenmeldungen, Detailinfos zur eigenen Versicherungsausstattung oder Funktionen zur sprachgesteuerten Aktualisierung von Kundendaten (Adresse, Kontoverbindung etc.). Insbesondere weibliche Nutzer sind auch für „versicherungsfremde“ Skills aufgeschlossen, wie etwa Ernährungstipps, Kochrezepte oder Mentaltrainings. Mehr als jeder vierte Nutzer / Interessierte (28%) von Smart Speakern begrüßt zudem die Möglichkeit, via Voice-Skill auch konkrete Versicherungsabschlüsse tätigen zu können.

Grundsätzlich sind 60 Prozent der Besitzer und Interessierten von Smart Speakern der Auffassung, dass Versicherer nur solche „Skills“ entwickeln sollten, die unmittelbar mit dem Thema Versicherung zu tun haben; 40 Prozent der Befragten zeigen sich aber auch offen für „versicherungsfremde“ Anwendungen. Zugleich erwartet die Zielgruppe in hohem Maße, dass sich Versicherer mit ihren digitalen Lösungen auf der Höhe der Zeit bewegen.

Beliebte Skill-Anwendungen von GKV und PKV

Besonders interessant für GKV-Versicherte sind Krankenkassen-Skills, die Hilfestellungen in medizinischen Notfällen geben, die Suche nach Ärzten in der Nähe unterstützen, Informationen zu Medikamenten geben oder an die Medikamenteneinnahme und Arzttermine erinnern.

Ähnliche Interessen und Wünsche zeigen sich auch bei den PKV-Versicherten. Auf vergleichsweise weniger Interesse stoßen sprachgesteuerte Anwendungen wie Geräuschpegel-Messungen, Pollenflug-Vorhersagen oder Kalorienzähler.
Nadelöhr ist die bisher erst geringe Bekanntheit von Skills

 

Seite 2: Welche Skills derzeit bei Versicherern und Krankenkassen im Einsatz sind

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