Zepf: „Es bringt wenig, sich ein Modell abzuschauen“

Der Jungmakler Award dient dazu, junge Vermittler der Finanz- und Versicherungswirtschaft zu unterstützen. Ziel ist es, eine hochwertige Beratungskultur in der Branche aufzubauen. Cash.Online hat bei den Bewerbern nachgefragt und stellt diese im Interview vor. Als einzige Frau erzählt Franziska Zepf, Gründerin von PremiusMakler, über ihre Bewerbung,

Frankziska Zepf, PremiusMakler.

Was motiviert Sie zur Bewerbung beim Jungmakleraward?

Ich finde der Award ist eine tolle Gelegenheit um auf die tollen Menschen in der Branche aufmerksam zu machen. Weg von den oft negativen Schlagzeilen hin zu Qualität und Fachberatung. 

Außerdem arbeiten wir ganz anders als die typischen Makler am Markt und um auf so ein Geschäftsmodell aufmerksam zu machen, ist der Makleraward perfekt.

Was finden Sie an einer Branche interessant, die eher etwas älter ist?

In meinen Augen ist die Versicherungsbranche allgegenwärtig. Selten war die Absicherung unserer Liebsten, unseres Hab und Guts und unserer eigenen Existenz so wichtig wie in der aktuellen Zeit. Allerdings war auch das Angebot an Absicherungen und Tarifen noch nie so groß. 

Deshalb sehen wir uns als Partner und Unterstützer mit unseren Kunden gemeinsam den Weg durch den Angebotsdschungel zu meistern und die passgenaue Absicherung zu finden.

Da sich in der Branche, die ja einst aus einem ethischen Gedanken entstanden ist, häufig alles um´s Thema maximaler Eigennutzen oder höchste Gewinnspanne dreht, fühlen wir (meine Mitarbeiter und ich) uns als die Exoten in dieser Branche sehr wohl.

Sie nehmen sich einen professionellen Social Media Coach. Wie sind Sie auf die Idee gekommen? 

Ich investiere grundsätzlich sehr gerne in meine eigene Bildung und Entwicklung. Außerdem habe ich gelernt, dass es sinnvoll ist, sich Unterstützung von Profi´s zu holen um dort hinzukommen wo man hin möchte.

Wenn ich etwas tue, dann möchte ich es richtig machen und nicht nur so halb. Denn: „wie du eines tust, so tust du alles“

Wir haben erst vor ein paar Wochen unseren geschäftlichen Instagram Account „gelauncht“. Ich sehe social Media als starke Unterstützung. Sowohl im Erstkontakt, aber vor allem auch in der Kundenbindung.

Was würden Sie Anderen zur Nutzung von Instagram raten?

Wir möchten mit unseren Kunden dort kommunizieren, wo sie sich wohl fühlen. Und nicht auf bestimmte Kanäle bestehen, nur weil diese bereits für uns zur Gewohnheit geworden sind.

Ich denke wie man es für sich nutzen kann, muss jeder für sich selbst herausfinden.

Es bringt wenig, sich ein Model „abzuschauen“, wenn es nicht grundsätzlich zur Unternehmensphilosophie passt. Denn der Auftritt auf Social Media Plattformen sollte unbedingt authentisch sein.

Welchen Vorteil sehen Sie als junger Makler gegenüber „Alten Hasen“?

Puh, gute Frage… ?  Ich denke als junge Maklerin, die genauso alt ist wie Ihre Zielgruppe, kann ich mich extrem gut in die aktuellen Bedürfnisse meiner Kunden hineinversetzen. Eine Kundin hat mir einmal gesagt: „Sie sprechen meine Sprache.“

Allerdings würde ich diesen Vorteil nicht unbedingt am Alter fest machen. Was ich mache, könnte auch ein „alter Hase“ machen.
Doch diese sind oft schon sehr festgefahren in Ihrem tun und machen sich weniger Gedanken darüber, was der Kunde wirklich will und braucht.

Das ist bei uns völlig anders. Bei uns dreht sich alles um den Kunden und ein „das haben wir schon immer so gemacht“ wird nicht akzeptiert.

Wie stehen Sie zum Thema Digitalisierung? Was unternehmen Sie diesbezüglich bereits?

Ich sehe die Digitalisierung als extreme Chance für unsere Branche. Durch die Möglichkeit der Digitalisierung gibt es keine örtlichen Grenzen mehr.
Jeder Mensch, egal wo er sich gerade befindet, kann von unserem Service profitieren ohne bei uns vorbei kommen zu müssen. Außerdem wird dadurch die Kommunikation in unserer Branche stetig schlanker und effizienter.

Wir beschäftigen uns tatsächlich momentan sehr intensiv mit diesem Thema und gehen mit der Zeit.

Unsere Kunden dürfen stets entscheiden ob sie lieber „old school“ bei uns auf einen Kaffee vorbei kommen oder Online Beratungen nutzen.
Außerdem versuchen wir gerade all unsere Prozesse zu digitalisieren und dadurch mehr Zeit für unsere Kunden zu gewinnen.

Wie sehen Sie die Zukunft der Branche?

Sehr positiv! In Zeiten in denen überall und rund um die Uhr unzählige Produkte, als die perfekte Lösung angeboten werden, wird eine fachlich saubere und unabhängige Beratung unverzichtbar.
Denn auch ermittlungs tools von Online Anbietern besitzen nicht die Empathie um die wahren Bedürfnisse des Kunden zu ermitteln.

Ich glaube dass es in der Zukunft weniger vermittler geben wird, weil die Ansprüche an diese immer größer werden. Aber die die es dann noch gibt, werden unverzichtbar sein.

Was werden Sie nach dem Gewinn des Titels mit selbigem tun?

Hier möchte ich nochmal zurück zu Punkt 5 kommen ? Wir sind aktuell dabei unseren eigens entwickelten „Premius Check“ zu perfektionieren und für unsere Kunden zu digitalisieren.

Dieser Check ist unser USP. Damit ermitteln wir mit unseren Kunden, deren individuellen Bedarf und analysieren im Nachgang die passgenaue Absicherung.

Um aus diesem Check den maximalen Kundennutzen herausholen zu können und diesen auch modern und digital bieten zu können, täte uns die Unterstützung des Jungmaklerawards sehr gut.

 

Franziska Zepf ist gelernte Bankkauffrau. Schon während ihrer Ausbildung setzte Sie ihren Fokus auf Versicherungen. Seit sechs Jahren ist die Unternehmerin aus Leidenschaft nun selbstständig und führt ein Unternehmen mit vier Mitarbeitern. Derzeit studiert sie berufsbegleitend an der FH Koblenz mit dem Ziel, im Januar 2020 als Betriebswirtin mit der Schwerpunkt betriebliche Altersvorsorge abzuschließen.

 

Foto: Franziska Zepf

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