Das „Matthäus-Prinzip“: Besserverdiener erben in Deutschland mehr

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Laut Studie vergrößern die in Deutschland fließenden Erbschaften die Vermögensungleichheit.

Menschen mit höherem Einkommen erben in Deutschland deutlich mehr als Geringverdiener. So haben rund 18 Prozent der Männer ab 55 Jahren mit einem Nettoeinkommen über 2.500 Euro zuletzt innerhalb von 15 Jahren geerbt, aber nur 5 Prozent derjenigen mit einem Einkommen unter 1.000 Euro. Das zeigt eine am Mittwoch von der Deutschen Rentenversicherung präsentierten Studie.

Bei den Frauen waren es rund 15 Prozent derjenigen mit mehr als 2.500 Euro und 6 Prozent mit unter 1.000. Beim Erben gelte das „Matthäus-Prinzip“, sagte die Studienautorin, die Neubrandenburger Sozialforscherin Claudia Vogel: „Wer hat, dem wird gegeben.“

Die in Deutschland fließenden Erbschaften vergrößerten die Vermögensungleichheit. Erhoben worden war die Erbquote bei jenen, die noch keinen Rentenbezug aufweisen. (dpa-AFX)

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