Nachhaltige Geldanlagen: Verbraucherschützer fordern Regeln

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Klaus Müller, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv)

Verbraucherschützer fordern klare Regeln für nachhaltige Geldanlagen, die mit Umwelt- und Sozialversprechen werben. Häufig sei nur schwer zu überprüfen, wie nachhaltig ein Unternehmen oder Produkt abseits der Werbeversprechen tatsächlich sei, sagte der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv), Klaus Müller, der Deutschen Presse-Agentur. "Deswegen braucht es dringend eine gesetzliche Definition von Nachhaltigkeit, die Verbrauchern Sicherheit gibt."

Viele Verbraucher erwarteten, dass als nachhaltig beworbene Anlagen zum Beispiel zu weniger Treibhausgasen oder weniger Waffen führten. Doch das sei nicht belegt: „Es ist bisher nicht geklärt, ob über Geldanlagen vermittelt diese Ziele überhaupt erreicht werden können“, sagte Müller.

Als nachhaltig gelten etwa Fonds, die die Kriterien Umwelt, Soziales und gute Unternehmensführung berücksichtigen. Sie werden nach Daten des Branchenverbands BVI immer beliebter. Einer Umfrage für den vzbv zufolge ist inzwischen jeder zweite Verbraucher grundsätzlich bereit, sein Geld nach solchen Kriterien anzulegen. Knapp vier von fünf Befragten wollen dabei aber nicht oder kaum auf Rendite verzichten. Auch die Bundesregierung beschäftigt sich mit nachhaltigen Finanzen – ein Beirat zu diesem Thema will am Donnerstag seinen Abschlussbericht vorstellen. (dpa-AFX)

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