Weniger neue Konsumentenkredite in der Coronakrise

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Gewachsen ist den Angaben zufolge das Neugeschäft über den Online-Kanal

Die Coronakrise hat die Nachfrage nach Konsumentenkrediten ausgebremst. An Privatkunden vergaben die auf Kredite spezialisierten Banken in Deutschland im vergangenen Jahr neue Kredite im Gesamtvolumen von 51,6 Milliarden Euro, wie der Bankenfachverband am Donnerstag mitteilte. Damit lag das Neugeschäft für die Finanzierung beispielsweise von Autos, Möbeln und Computern um 6,2 Prozent unter dem Wert des Vorjahres.

Abstriche mussten die Institute auch im Geschäft mit gewerblichen Kunden machen. An Unternehmen und Selbstständige reichten die Kreditbanken im vergangenen Jahr Kredite in einer Gesamthöhe von 10,0 Milliarden Euro aus. Das waren 15 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Insgesamt hatten die Institute Ende Dezember 170,1 Milliarden Euro an Verbraucher und Unternehmen verliehen.

Gewachsen ist den Angaben zufolge das Neugeschäft über den Online-Kanal – und zwar sowohl bei privaten (plus 6,9 Prozent auf 12,2 Milliarden Euro) als auch bei gewerblichen Finanzierungen (plus 39,5 Prozent auf 0,3 Milliarden Euro). Jeder vierte Ratenkredit, den die Verbandsmitglieder vergeben, komme inzwischen im Internet zustande.

„Auch beim Thema Finanzierung hat die Pandemie die Digitalisierung beschleunigt“, bilanzierte der Vorstandsvorsitzende des Verbandes, Frederik Linthout. Er bekräftigte die seit Jahren von dem Verband vorgetragene Forderung nach vereinfachten Online-Abschlüssen von Krediten: „Jetzt sollte der Gesetzgeber den Weg für einen echten digitalen Kredit ebnen.“ (dpa-AFX)

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