Haupttreiber für den Goldpreis

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Der Goldpreis erlebte vor allem im letzten Jahr durch die stark ansteigende Nachfrage einen Höhenflug. Die Aussicht auf eine anhaltend lockere Geldpolitik der US-Notenbank trieb den Goldpreis erst kürzlich nach oben. Dieses Ereignis spiegelt auch die Vermutungen von Privatinvestoren wider.

Laut der neuesten Umfrage des weltweit größten Online-Anbieters für Edelmetalle BullionVault, gibt mit 34,7 Prozent mehr als ein Drittel der Edelmetallanleger als Haupttreiber des Goldpreises die Geldpolitik an. Etwas weniger (25,5 Prozent) gehen davon aus, dass die Inflation der Verbraucherpreise den größten Einfluss auf den Goldpreis haben wird.

Anstieg der Edelmetallpreise erwartet

Während für die meisten Edelmetallanleger die Geldpolitik und die Inflation der Verbraucherpreise die Haupteinflussfaktoren auf die Entwicklung des Goldpreises bis Ende des Jahres darstellen, geht der Großteil trotzdem von einem moderaten Anstieg der Edelmetallpreise aus. So vermuten Privatinvestoren, dass sowohl der Gold- als auch Silberpreis bis Ende des Jahres um 10 Prozent zulegen wird. Die Entwicklung des Platinum-Preises schätzen sie noch moderater ein: 35, 3 Prozent geht davon aus, dass er unverändert bleiben wird.

Ansteigende Inflation sorgt für Prognoseänderung

Auffällig bei den Ergebnissen ist, dass die zunehmende Inflation eine veränderte Prognose bei den Edelmetallanlegern hervorruft. Gab Mitte 2020 noch weniger als jeder Zehnte (9,9 Prozent) an, dass die Inflation der Verbraucherpreise den größten Einfluss auf die Preisentwicklung der Edelmetalle haben werde, zeigt die neueste Umfrage von BullionVault, dass in diesem Jahr jeder Vierte (25,5 Prozent) davon ausgeht. Eine entgegengesetzte Entwicklung ist bei der Geldpolitik zu beobachten. Gaben 2020 noch 34,7 Prozent an, dass sie den größten Einfluss auf die Preisentwicklung der Edelmetalle habe, sind es in diesem Jahr mit 31,0 Prozent etwas weniger.

Einfluss der Geldpolitk als geringer angesehen

Am auffälligsten ist die Zunahme unter den Anlegern, die die Inflation als Haupttreiber der Edelmetallpreise nennen, da der geschätzte Einfluss der Geopolitik unter Anlegern abnimmt. Die Inflation, die früher in den Kundenumfragen von BullionVault im Durchschnitt 23,1 Prozent ausmachte, und damit immer an erster oder zweiter Stelle nach der Geldpolitik stand, ist Mitte 2021 mit nur 7,1 Prozent der Stimmen in der letzten Umfrage auf den vierten Platz gefallen.

„Der Verlauf der Inflation scheint sehr wichtig für den Verlauf der Gold- und Silberpreise zwischen jetzt und Anfang 2022 zu sein. Denn solange die Zentralbanken sagen, dass der aktuelle Anstieg der Lebenshaltungskosten nur vorübergehend ist. Und solange der Anleihenmarkt ihnen zu glauben scheint, könnte diese Selbstzufriedenheit bald in Frage gestellt werden, wenn der Anstieg bis zum Herbst anhalten sollte. Unsere Edelmetallinvestoren scheinen das gut verstanden zu haben, und sie spüren sicherlich, dass die Inflation allgegenwärtig zu werden droht“, erklärt Adrian Ash, Director of Research bei BullionVault.  

BullionVault befragt seit Dezember 2014 halbjährlich seine Kunden im Rahmen der Weekly Update-E-Mail nach ihrer Einschätzung zu Investitionen in Edelmetalle.

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