8. Juli 2005, 00:00
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Krise: Filmbranche sucht Auswege

Die Medienfondsinitiatoren VIP und Equity Pictures, beide Grünwald bei München, gehören zu den Gründungsmitgliedern der neuen “medieninitiative! deutschland”. Ebenfalls mit im Boot: Die Regisseure Roland Emmerich und Oscar-Gewinner Florian Gallenberger sowie die Schauspieler Veronica Ferres, Ralf Bauer und Maximilian Schell. Auch Studio Hamburg, derBundesverband Regie sowie Prof. Manfred Heid von der Hochschule für Film und FernsehenMünchen unterstützen das Projekt.

Mit der “medieninitiative! deutschland”, die heute ins Leben gerufen wurde, wollen führende Vertreter der deutschen Filmwirtschaft auf den alarmierenden Zustand in der deutschen Filmwirtschaft aufmerksam machen. Die Initiative sieht sich als offenes Aktionsbündnis und wirbt bei der gesamten deutschen Filmwirtschaft für ihre Ziele.

?In Deutschland ist es durch den Medienerlass nahezu unmöglich, ordentliche Koproduktionendurchzuführen, mit dem Resultat, dass heute schon sehr viele hochwertige und kreativeArbeitsplätze vernichtet worden sind?, schreiben die Initiatoren des Projekts in einer Mitteilung. In Ländern wie zum Beispiel Irland habe sich dagegen durch steuerliche Anreizmodelle seit Jahren eine florierende Filmwirtschaft entwickelt.

Auch Ungarn habe kürzlich ein analoges Modell eingeführt, um die nationale Filmwirtschaft alsSchlüsselindustrie zu fördern, in Russland laufen die Vorbereitungen dafür. Erschwerend komme in Deutschland hinzu, dass im Rahmen der Steuerreformdiskussion das Kapitalmarktsegment der Filmfonds geschlossen werden soll.

Die “medieninitiative! deutschland” verfolgt kurzfristig drei Ziele. So soll eine Diskussion über Rahmenbedingungen im europäischen Standortwettbewerb aufgenommen sowie eine Verteidigungsstrategie für die deutsche Filmwirtschaft gefunden werden. Zudem sei eine Anpassung der derzeit existierenden Finanzierungs- und Anreizinstrumente durch die sofortige Einbeziehung nationaler Effekte (“German spend”) erforderlich. Schließlich sollen bestehende Arbeitsplätze in der deutschen Medienindustrie erhalten und neue geschaffen werden.

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