Lloyd Fonds passt Erwartungen erneut an

Der Hamburger Initiator Lloyd Fonds hat seine Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr aufgrund der unerwartet niedrigen Nachfrage nach Kapitalanlageprodukten erneut nach unten korrigiert.

Bereits im Juli hatte das Unternehmen seine Prognose für die Eigenkapitalplatzierung um 35 Prozent auf 390 Millionen Euro drastisch reduziert.

Die Monate Juli (23 Millionen Euro) und August (34 Millionen Euro) hätten zwar steigende Platzierungszahlen gebracht, ab September (elf Millionen Euro) sei es aber ? wie in der gesamten Finanzbranche ? zu einem deutlichen Nachfragerückgang gekommen. Aufgrund der allgemeinen Unwägbarkeiten haben Vorstand und Aufsichtsrat nun beschlossen, keine weitere Prognose für 2008 abzugeben. Es werde aber unverändert von einem Ergebnis im niedrigen einstelligen Millionenbereich ausgegangen, so die Lloyd-Fonds-Mitteilung.

Ein Großteil des ausschüttungsfähigen Ergebnisses soll an die Anteilseigner ausgeschüttet werden, verspricht Lloyd Fonds-Vorstandsvorsitzender Dr. Torsten Teichert, der im ungünstigen Marktumfeld zudem durch Transparenz und offene Kommunikation punkten will.

Um dieser Devise Rechnung zu tragen, veröffentlichte sein Haus die vorläufigen Quartalsergebnisse vorab. Demnach platzierte das Unternehmen im dritten Quartal rund 69 Millionen Euro Eigenkapital. Das Gesamtvolumen in 2008 stieg damit bis Ende September auf 266 Millionen Euro. Bis Jahresende will das Emissionshaus seine Platzierungszahlen im Monatstakt veröffentlichen.

Den voraussichtlichen Periodengewinn im Zeitraum Juli bis September beziffert Lloyd Fonds auf rund 0,2 Millionen Euro. ?Die geringere Platzierung führt zu temporär niedrigeren Erlösen. Angesichts der aktuellen Lage werden die Maßnahmen zur Kostenreduktion weiter verstärkt?, erklärt Finanzvorstand Michael F. Seidel. (hb)

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