Umfrage: Mittelstand öffnet sich Finanzinvestoren

Investitionen in mittelständische deutsche Unternehmen haben nach Einschätzung von Akteuren der Beteiligungsbranche nicht im befürchteten Ausmaß unter der Subprime-Krise gelitten, sondern nehmen sogar zu. Zu diesem Schluss gelangt eine Befragung von rund 90 auf Mittelstandsbeteiligungen ausgerichteten deutschen Private-Equity-Gesellschaften durch den Wirtschaftsprüfer- und berater Rödl & Partner mit Sitz in Nürnberg.

Die Einstellung von Mittelständlern gegenüber Finanzinvestoren hätte sich merklich verbessert, die Branche leide inzwischen deutlich weniger unter ihrem ?Heuschrecken?-Image, so die Studie. „90 Prozent der Beteiligungsunternehmen stellen fest, dass der Zugang zum Mittelstand leichter geworden ist. Viele Firmen möchten sich von Kreditinstituten unabhängiger machen und öffnen sich für Kapitalinvestoren“, so Björn Stübiger, Leiter Corporate Finance bei Rödl & Partner. Im Segment von Transaktionen der Größenordnung zwischen fünf und 20 Millionen Euro habe die Investitionsbereitschaft zugenommen, meint Dr. Günther Niethammer, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK), Berlin.

Unternehmen der Umwelttechnologie stehen bei den befragten Finanzinvestoren besonders hoch im Kurs, Clean- und Solartechnologie geben 55 beziehungsweise 45 Prozent der Teilnehmer als attraktive Investitionsziele an. Auch für die Branchen Medizintechnik/Gesundheit sowie Maschinen- und Anlagebau interessieren sich die Befragten. Als unattraktiv gelten die Bereiche Immobilien, Bau, Handwerk und Textil.

Als attraktivsten Standort nennen 37 Prozent Bayern, dahinter folgen Nordrhein-Westfalen mit 32 und Baden-Württemberg mit 25 Prozent. (hb)

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