Fondsbörse Deutschland: Umsätze und Handelsabschlüsse steigen

Die Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG vermeldet den umsatzstärksten Monat August in der zehnjährigen Unternehmensgeschichte und übertrifft per 31. August 2010 mit rund 87 Millionen Euro den Gesamtjahresumsatz aus 2009.

Alex Gadeberg, Vorstand der Fondsbörse Deutschland
Alex Gadeberg, Vorstand der Fondsbörse Deutschland

Auch die Anzahl der Handelsabschlüsse entwickelten sich während des Ferienmonats, der sonst traditionell von einer Zurückhaltung der Zweitmarktakteure geprägt ist, positiv: Insgesamt wechselten 265 Anteile geschlossener Fonds über die Handelsplattform der Börsen Hamburg-Hannover-München den Besitzer.

Der Löwenanteil des Monatsumsatzes von rund zwölf Millionen Euro entfällt mit rund acht Millionen Euro auf Immobilienfonds, etwa drei Millionen Euro auf Schiffsbeteiligungen und eine Million auf die Fonds anderer Assetklassen. „Da die Zahl der Kaufinteressenten weiter steigt, haben wir mittlerweile bei vielen Anteilen, die wir zum Verkauf veröffentlichen, gleich mehrere Kaufgebote. Das erhöht natürlich die Chancen für Verkäufer, ihren Anteil mindestens zum gewünschten Kurs zu verkaufen“, berichtet Alex Gadeberg, Vorstand der Fondsbörse Deutschland.

Anders als im vergangenen Jahr dominierten auch im August die Immobilienfonds das Umsatzvolumen und mit 158 Vermittlungen auch die Zahl der Handelsabschlüsse. Insbesondere Anteile an Fonds, die in Shopping-Center investieren würden stark nachgefragt, weil sich deren Kursniveau stabil über der 100-Prozent-Marke gehalten habe.

Den höchsten Kurs im letzten Monat erzielte der „DB Real Estate Einkaufs-Center-Immobilienfonds“, der zu 376 Prozent der Nominalbeteiligung gehandelt wurde, teilt die Fondsbörse Deutschland mit.

Im Schiffsbereich ermittelte das Unternehmen im August einen Durchschnittskurs von 74 Prozent, den höchsten des laufenden Jahres. Demgegenüber habe sich der SFI TKL.Ship Fund Index, der die Charterratenentwicklung aller Marktsegmente abbildet, erstmals seit Beginn des Jahresbeginn rückläufig entwickelt und sei um 6,89 Prozent im Vergleich zum Vormonat gefallen.

„Die rückläufige Entwicklung des Index ist vor allem auf das Schiffsegment der Bulker zurückzuführen. Zurzeit werden viele neue Bulker abgeliefert, so dass diese Flotte enorm wächst. Infolge dessen sind die Charterraten unter Druck geraten und drastisch zurückgegangen“, sagt Gadeberg. (af)

Foto: Ann-Kathrin Rohse, Cash.

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