Mieterbund kritisiert Cerberus

Die Pläne des internationalen Finanzinvestors Cerberus, wonach 50.000 Wohneinheiten in Deutschland derzeit zum Verkauf stehen, sind beim Deutschen Mieterbund, Berlin, auf Missmut gestoßen.

Im Jahr 2005 hatte Cerberus die zum Gewerkschaftseigentum gehörende Gesellschaft Baubecon, Hannover, erworben, die insgesamt einen Bestand von mehr als 50.000 Wohnungen hat. Bei diesem Einkauf habe die Cerberus-Geschäftsführung nach Angaben des Mieterbunds immer wieder betont, es werde ein langfristiges und nachhaltiges Bewirtschaftungskonzept verfolgt. Diese Beteuerungen hätten sich schlichtweg als falsch erwiesen.

?Dies ist genau das Verhalten von Heuschrecken: Einfallen, abgrasen und wieder abziehen?, kommentiert Dr. Franz-Georg Rips, Präsident des Deutschen Mieterbundes, das Vorgehen.

Nach Berichten der ?Financial Times Deutschland? (FTD) habe Cerberus seine Renditeziele nicht erreicht, Pläne für einen Börsengang nach dem Vorbild der Wohnungsgesellschaft Gagfah, Essen, seien verworfen worden. Potentieller Käufer des Pakets ist laut ?FTD? Pirelli RE, ein Tochterunternehmen des italienischen Mischkonzern Pirelli.

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