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13. März 2008, 00:00
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IVD: Bauflaute schädigt Wirtschaft

Der Immobilienverband Deutschland (IVD), Berlin, warnt davor, dass die Flaute im Wohnungsbau die Wirtschaftsentwicklung in Deutschland beeinträchtigt.

Der Verband schätzt den volkswirtschaftlichen Schaden infolge des Einbruchs der Baugenehmigungen für Wohngebäude auf knapp 11 Milliarden Euro. Nach den aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes sind 2007 rund 157.000 Baugenehmigungen für Wohngebäude in Deutschland erteilt worden, im Vorjahr waren es noch fast 216.000. Tatsächlich benötigt würden zwischen 250.000 und 350.000 neue Wohneinheiten pro Jahr, so der IVD.

?Der Hauptgrund für den starken Einbruch liegt in der ersatzlosen Streichung der Eigenheimzulage. Die Koalition hatte zwar zugesichert, hierfür einen Ausgleich zu schaffen, aber ein adäquater Ersatz existiert bis heute nicht?, erklärt Jürgen Michael Schick, Vizepräsident und Sprecher des IVD.

Im Vergleich zu 2006 wurden insgesamt 50.000 Ein- und Zweifamilienhäuser weniger genehmigt und gebaut. ?Daraus folgt ein Rückgang der Wertschöpfung von knapp zehn Milliarden Euro?, so Schick. Dazu komme ein weiteres geschätztes Minus von über 900 Millionen Euro aus der verringerten Bautätigkeit bei Eigentumswohnungen. In diesem Bereich waren es 2007 rund 5.900 Baugenehmigungen weniger als im Vorjahr. Auch die Sanierung bestehender Gebäude könne diese Entwicklung nicht auffangen, da auch dort die Zahl der Genehmigungen um 5.000 auf 21.000 zurückgegangen sei.

?Die Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen klar, dass selbst die vorsichtigste Neubau-Bedarfsermittlung von 250.000 Einheiten jährlich deutlich unterschritten wird?, warnt Schick. Insbesondere in Metropolregionen sei mittelfristig eine Verknappung von Wohnraum und damit Mietsteigerungen zu erwarten, wenn die Bundesregierung nicht die für eine Trendumkehr notwendigen Maßnahmen ergreife. (bk)

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