28. November 2008, 00:00
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Wohnimmobilienpreise wachsen weniger

Der weltweite Preisanstieg für Wohnimmobilien hat sich im dritten Quartal 2008 weiter verlangsamt. Dies zeigt der globale Preisindex für Wohnimmobilien der internationalen Immobilienberatung Knight Frank, London.

Laut Index, der die Wertentwicklung in 43 Ländern abbildet, haben die Preise im dritten Quartal 2008 noch um 3,8 Prozent zugelegt. Das bedeute einen Rückgang im Vergleich zum Vorquartal (4,8 Prozent Zuwachs). Damit habe sich der Preisanstieg für Wohnimmobilien weltweit weiter verlangsamt.

?In immer mehr Ländern fallen die Preise,? kommentiert Nick Barnes, Head of International Research für Wohnimmobilien bei Knight Frank. ?Es wird wohl kein Markt den Folgen der Kreditkrise entkommen. Die starken Wachstumsraten von 2007 haben zwar dazu geführt, dass noch zwei Drittel der im Index gelisteten Standorte eine jährliche Zuwachsrate aufzeigen. Dennoch sind die Preise in mehr als der Hälfte der Märkte im letzten Quartal gefallen. Wir rechnen damit, dass sich dieser Trend fortsetzt und fast alle Standorte zum Jahresende entweder kein oder ein negatives Wachstum aufweisen werden.?

Auch Deutschland habe sich diesem Trend nicht entziehen können und weise im dritten Quartal einen Preisrückgang von 3,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf. In den letzten drei Monaten hätten die Preise um 1,4 Prozent nachgegeben.

Laut Index mussten Litauen, Kanada, Großbritannien und Norwegen in den letzten drei Monaten die stärksten Verluste mit rund fünf Prozent verkraften. Die USA stünden weiterhin am Ende des Index. In den letzten drei Monaten seien die Preise in Nordamerika um weitere 2,8 Prozent gefallen. Damit lägen sie um 21 Prozent unter ihrem Höchststand.

?Auch wenn Hausbesitzer anderer Ansicht sein mögen, so sind Ausmaß und Geschwindigkeit des Preisverfalls an einigen Standorten positiv für Investoren,? meint Barnes. ?Im Vergleich zu den überhöhten Kaufpreisen vor der Kreditkrise steht den Preisen nun wieder ein adäquater Wert gegenüber. Zudem bieten Immobilien vor dem Hintergrund der volatilen Aktienmärkte und der Unsicherheiten in der Bankenlandschaft einen sicheren Hafen für Investments.? (te)

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