CBRE: Weniger Investitionen in Einzelhandelsobjekte im Osten

Berechnungen des Immobilienberatungsunternehmens CB Richard Ellis (CBRE) zufolge betrug das Investitionsvolumen in Einzelhandelsimmobilien in Zentral- und Osteuropa im ersten Halbjahr dieses Jahres 112 Millionen Euro. Dieser Wert liegt um 92 Prozent unter dem des entsprechenden Vorjahreszeitraums. Dies ist das Ergebnis des CEE Retail Investment Views für das erste Halbjahr 2009.

Neben der Finanzkrise und deren Auswirkungen auf die Finanzierungsmöglichkeiten wird laut CBRE dafür auch ein geringes Marktangebot an entsprechenden Immobilien verantwortlich gemacht. Einzelhandelsimmobilien würden unter den aktuellen Marktbedingungen als relativ sichere Investments gelten und Eigner seien deshalb kaum an einem Verkauf interessiert.

Nach in der Vergangenheit stark steigenden Zuwächsen bei den Einzelhandelsumsätzen in der Region würden in diesem Jahr, mit der Ausnahme von Polen, sinkende Umsätze verzeichnet. Verantworlich sei die Kombination aus Wirtschaftskrise, steigender Arbeitslosigkeit und einem sich abschwächenden Konsumklima.

„Trotz des Rekordrückgangs bei den Konsumausgaben liegen die moderat rückläufigen Einzelhandelsumsätze im Rahmen dessen, was wir auch in den Ländern Westeuropas verzeichnen. Gleichzeitig zeichnet sich eine leichte Erholung des Konsumklimas ab. Auf die Mietpreise, insbesondere in Shoppingcentern, hat sich dies bisher nur sehr beschränkt ausgewirkt. Dies gilt insbesondere für Polen und Tschechien“, erläutert Jan Linsin, Head of Research bei CB Richard Ellis in Deutschland. (te)

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