P2 Value: Es geht weder rein noch raus

Morgan Stanley Real Estate macht seinen offenen Immobilienfonds „P2 Value“ komplett dicht. Das Produkt war bereits von der Anteilsscheinrücknahme ausgesetzt, nun können Anleger auch nicht mehr einsteigen. Der Grund, den Vertrieb „vorübergehend“ einzustellen, seien „signifikante Abwertungen“ der Portfolio-Objekte, wie das Unternehmen mitteilt.

Anfang Juli hatte der Anbieter den Abschluss einer vorher angekündigten Neubewertung des Fonds durch unabhängige Sachverständige auf einen nicht näher konkretisierten Termin verschoben.

Nun ist gewiss, was von einigen Marktbeobachtern bereits befürchtet wurde: Die Fonds-Objekte müssen deutlich abgewertet werden. Mit der erfolgten Maßnahme „soll sichergestellt werden, dass sich die neuen Anleger vor einer Kaufentscheidung eingehend über die Situation informieren können“, so Morgan Stanley.

Abwertungen trotz breit gefächertem Portfolio

Laut Jahresbericht von Ende März 2009 ist der Fonds zu knapp 23 Prozent in japanische Objekte investiert. 18 Prozent der Immobilien stehen in Deutschland, weitere rund 15 Prozent in Frankreich und knapp acht Prozent in Spanien. Des Weiteren ist der Fonds mit jeweils rund sieben Prozent in Hongkong, den Niederlanden und den USA vertreten.

Mit 35,7 Prozent steht mehr als jedes dritte Fondsobjekt mit einem Verkehrswert von über 200 Millionen Euro in den Büchern, 17 Prozent der Immobilien sind unter 50 Millionen Euro wert. Rund 61 Prozent der Objekte im P2 Value sind Büro-Immobilien.

Der zuletzt 1,66 Milliarden Euro schwere P2 Value gehört zu einer Reihe von offenen Immobilienfonds, die Ende Oktober vergangenen Jahres die Anteilsrücknahmen aussetzten. Erst vor Kurzem hatten einige Konkurrenzprodukte wie der SEB Immoinvest, der CS Euroreal oder zuletzt der Kanam Grundinvest ihre Pforten wieder geöffnet. (hb/mo)

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